Memaparkan catatan dengan label depressionen. Papar semua catatan
Memaparkan catatan dengan label depressionen. Papar semua catatan

Selasa, 6 September 2011

Depressionen, Schlafstörungen und mehr

Mehr als jeder 3. Europäer leidet an einer behandlungswürdigen psychischen Störung. Das ist zumindest das Ergebnis einer Untersuchung von Prof. Wittchen der TU Dresden. Da jetzt auch ADHS bei Kindern und Erwachsenen und Schlafstörungen in die Verlaufsuntersuchungen einbezogen wurden, stieg die Häufigkeit so formal von 27 auf 3ben 38,2 Prozent der Bevölkerung. Andere Störungen seien nicht unbedingt häufiger geworden, abgesehen vielleicht von Demenzerkrankungen.

Die Hitliste der Erkrankungen sind demnach :
1. Angststörungen mit einem Anteil von 14 Prozent der Allgemeinbevölkerung
2. Schlafstörungen mit geschätzten 7 Prozent
3. Unipolare Depressionen mit 6,9 Prozent Prävalenz in der Bevölkerung
4. Psychosomatische Störungen mit 6,3 Prozent
5. Alkohol- und Drogenabhängigkeit mit über 4 Prozent
6. Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen ADHS mit 5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen
7. Demenz 1 Prozent bei 60-65 Jährigen und bis 30 Prozent der über 85

Sabtu, 25 Julai 2009

Depressionen und somatoforme Beschwerden

Über 80 Prozent der Patienten mit Depressionen leiden in der ein oder anderen Form unter zusätzlichen somatoformen Beschwerden. Dies stellte zumindest eine Studie der Abteilung Psychosomatik der Uni Mainz fest.

Unklare Beschwerden wie Klossgefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Schwindel oder Schmerzzustände führen immer und immer wieder zu (unnötigen) Arztbesuchen. Es ist ja verständlich, dass die Betroffenen auf eine gute somatische Abklärung drängen, die ich als Arzt natürlich auch für sinnvoll und erforderlich halte. Aber eben nur EINMAL.

In den vergangenen Monaten hat mir eine sehr einfache (aber völlig unbekannte) Methode geholfen, meine Patienten in der Psychosomatik zu überzeugen, dass es eine psychische Beeinflussung bzw. Ursache gibt. Dabei gehe ich davon aus, dass die Beschwerden quasi eine Art "Fehlübersetzung" eines emotionalen Belastungszustandes ist, der sich im neuronalen Netzwerk des Gehirn nachweisen lässt. Statt der "Übersetzung" Kloss oder Schmerz, wähle ich jetzt eine andere Form der "Neu-Übersetzung" (Das Verfahren heisst übrigens EMOFLEX. Hierzu nutze ich die Fähigkeit des Gehirn, Emotionen in Bilder auszudrücken (oder gebündelte Synästhesie).

Aber zu einem konkreten Beispiel :

Neulich kam eine Patientin zu mir, die über ein Klossgefühl im Bauch klagte. Statt nun die üblichen medizinischen Fragen zu stellen, wurde ich genauer :

1. Wie genau sieht der Kloss aus ? Ist er schwer oder leicht (könnten sie ihn hochheben, wenn er tragbar wäre ?)
2. Welche Farbe passt am besten zu dem Kloss ?
3. Wäre er eher glatt oder rauh, wenn man ihn anfassen könnte ?
4. Warm oder eher kalt ? (Nass oder eher trocken?)
5. Fühlt er sich innen genauso wie aussen an?
6. Bewegt oder verformt er sich ?

Usw.

Die Patientin hatte jetzt ein sehr genaues Bild von diesem Kloss "vor Augen". Ich fragte noch, wie weit der Kloss jetzt von ihr weg sei. Das waren gut 1 m.

Gut.Jetzt machte ich eine sog. Rechts-Links-Stimuation (in ihrem Fall tippte ich ihr abwechselnd auf die rechte und linke Schulter, alternativ gehen auch 10 Augenbewegungen rechts/links).

Siehe da : Der Kloss wurde grösser und kam auf sie zu ...

Noch einmal 10 rechts-links-Aktivierungen und der Kloss bewegte sich.

Gut.

Jetzt bat ich sie, sich eine "virtuelle Zeitleiste" vorzustellen. Auf dieser Zeitleiste sollte an allen Stellen, wo das Klossgefühl hinpasst in der Farbe des Klosses ein kleiner Farbfleck erscheinen (klingt merkwürdig, funktioniert prächtig).

Sie war überrascht, da die ersten Flecken weit in ihre Kindheit reichten und etwas mit Trennungsängsten von der Mutter zu tun haben mussten (Kindergarten, Tod des Vaters etc.)

Mir geht es aber weniger um die klassische psychotherapeutische Bearbeitung. Vielmehr haben wir jetzt 10 Augenbewegungen auf die gesammte Zeitleiste gemacht. Und die Flecken wurden klarer und weniger.

In der Folge habe wir in ähnlicher Art und Weise immaginativ mit der Methode weitergearbeitet. Quasi eine Art "Traumaarbeit" auf psychosomatischer Ebene.

Erstaunlich für die Patientin war, dass mit der Veränderung des Bildes auch die Beschwerden "verschwanden" (ehrlich gesagt : Es treten dann aber neue Emotionen bzw. darunter liegende Probleme auf, die man noch weiter bearbeiten muss).

Seither läuft aber die Arbeit mit dieser Patientin viel viel angenehmer, die Arztkonsulationen wegen derartiger Beschwerden sind vorbei.


Leider ist dieses Verfahren noch nicht allgemein anerkannt oder überhaupt bekannt. Bisher haben erst etwa 5 Therapeuten in Deutschland eine Ausbildung in diesem Verfahren, dass sich ganz hervorragend nicht nur bei derartigen Beschwerden, sondern eben auch bei "echten" Traumata, Dissoziativen Störungen, Zwängen aber auch Wahrnehmungsstörungen einsetzen lässt.

Ahad, 4 Januari 2009

Winterdepressionen betrifft auch Männer

Eine ganz interessante Zusammenstellung zum Thema Winterdepressionen findet man in der Online-Ausgabe von Men´s Health. Ich denke mal, dass gerade Männer sich noch schwer tun mit dem Thema Depressionen. Gerade die jahreszeitlich bedingte Form der sog. saisonalen Depression mit der Lichtempfindlichkeit ist eine Besonderheit, die sich auch vielen Ärzten noch nicht herumgesprochen hat. Gerade die Lichttherapie stellt dabei aber eben eine Möglichkeit dar, auch ohne Psychopharmaka eine quasi "natürliche" Behandlung der Stimmungsproblematik zu erzielen (wenn man nicht jeden Winter in südlichen Gefilden überwintern kann). Eine halbe Stunde Licht vor speziellen Lichtlampen (z.B. auch am Arbeitsplatz) kann bereits helfen, die Stimmung und Aktivität nachhaltig zu verbessern. Gerade wenn man eben nicht an die Möglichkeit einer solchen Winterdepression denkt, kann der Leistungsknick durch die Stimmungsproblematik nicht nur im Familienleben sondern eben auch der Arbeit zu ganz erheblichen Auswirkungen führen.

Khamis, 4 Disember 2008

Macht Einsamkeit bei Depressionen dick ?

Eine aktuelle Studie zum Zusammenhang von Depressionen und der späteren Entwicklung von Adipositas (Übergewicht) bei Senioren konnte einen Zusammenhang von einer Unterform des Übergewichs im Bauchbereich und Depressionen. Bei Senioren im Alter von über 70 Jahren konnte in einer Studie über mehrere Jahre ein entsprechender gezeigt werden.

Unklar ist nun, ob es biologische Zusammenhänge gibt, die zu einer veränderten Stoffwechselsituation und hormonellen Regualtion führen oder aber reduzierte Aktivität und veränderte soziale Kontakte mit Einsamkeit und vermehrter Langeweile zur Entwicklung des Übergewichts beitragen.

Sabtu, 22 November 2008

Positive Psychologie und Gesundheit

Was macht den Menschen glücklicher ?

Diese und andere Fragen versucht eine neue Forschungsrichtung in der Psychologie zu beantworten. Prof. Seligman ist der Hauptvertreter dieser positiven Psychologie. Während er unter Psychiatern und Psychologen zunächst mit dem Konzept der "erlernten Hilflosigkeit" bekannt wurde, etabliert er jetzt Untersuchungsinstrumente und wirksame Skills (Fertigkeiten), damit man Glück und Zufriedenheit und positive Emotionen genauso untersuchen kann, wie man es bisher mit der klassischen Psychopathologie von "Krankheiten" und Störungen gemacht hat.

Das Video zeigt eine lebendige Vorlesung zu diesem Thema

Khamis, 16 Ogos 2007

Modafinil bei der Bipolaren Störung

Die sog. manisch-depresive Form der Depressionen ist durch einen häufig chronischen Verlauf mit einem Wechsel zwischen schweren depressiven und sog. manischen Phasen gekennzeichnet. In einer neuen Studie wurde jetzt ein gänzlich neuer Therapieansatz für die Behandlung ausprobiert. Dabei gaben die Ärzte 100-200 mg Modafinil. Dieses Medikament wird üblicherweise bei der Narkolepsie, aber probatorisch auch bei ADHS im Erwachsenenalter eingesetzt. Gerade vor dem Hintergrund neuerer neurobiologische Erkenntnisse zu einer Dysfunktion im präfrontalen Cortex (ähnlich wie bei ADHS) erscheint ein Einsatz durchaus erfolgversprechend. Die Studie, an der auch die Unis in Freiburg und München beteiligt waren, ergab entsprechend positive Ergebnisse.

44 Prozent der Probanden erzielten ein besseres positives Ansprechen als die Placebo-Kontrollgruppe. 54 Prozent fühlten sich besser und 39 Prozent gaben an, dass ihre Symptome sich vollständig zurückgebildet hätten.

Nun ist die Bipolare Störung eine chronisch wiederkehrende Problematik. Dennoch ist es ein sehr interessantes Ergebnis.

Aus sehr persönlicher subjektiver Einschätzung würde ich allerdings hinterfragen, ob tatsächlich immer sauber eine manisch-depressive Störung vorlag bzw. von ADHS abgegrenzt werden konnte.



ScienceDaily: 'Wake-Up Pill' Under Study To Treat Patients With Bipolar Disorder

Depressionen : negative Gefühle werden nicht unterdrückt

Eine aktuelle neurobiologische Untersuchung mit den Methoden der funktionellen Bildgebung untersucht am lebenden Objekt die Rolle von Gefühlen bei der Depression.

Jeder Mensch erlebt in seinem Leben mehrfach traurige Ereignisse bzw. ist belastenden Ereignissen ausgesetzt. Hierfür hat das Gehirn Verarbeitungsmechanismen, die über neuronale Netze unter Beteiligung des sog. limbischen Systems (Mandelkern und Hippokampus) bzw. den Bereichen des bewussten Urteilens und Planens im sog. präfrontalen Cortex lokalisiert werden.

In einer Studie wurden nun 21 Erwachsene mit einer sog. Major Depression untersucht. Die Probanden sollten eine Reihe von Bildern anschauen, die positive oder negative Emotionen auslösen können. Dabei wurden sie in einer sogenannten funktionellen Kernspintomographie untersucht.

Die Daten der Untersuchung zeigen, dass bestimmte Bereiche im prefrontalen Cortex (ventromedialer prefrontaler Cortex und recht prefrontalen Cortex), die normaler Weise gefühlsassoziierte Informationen an den Mandelkern liefern eine Abweichende Aktivität aufwiesen.




Society for Neuroscience | News Releases

Khamis, 26 Julai 2007

Antidepressiva verringern Selbstmordrisiko

In den vergangenen Jahren gab es eine Menge Auseinandersetzungen über das Für und Wider von Antidepressiva bei depressiven Erkrankungen. So wurde behauptet, dass bestimmte Medikamente (besonders) SSRI sogar eine erhöhte Gefahr für die Patienten bedeuten und das Selbstmordrisiko erhöhen könnten.
Schön länger gibt es Experten, die eine Wirksamkeit von Antidepressiva in der Behandlung von Depressionen kritisch hinterfragen und nur geringe - wenn überhaupt vorhandene - Vorteile gegenüber einer Nichtbehandlung postulieren. Eine mehr als fragwürdige Informationspolitik der Pharmafirmen mit zurückgehaltenen Studienergebnissen hat die Verunsicherung der Patienten und der behandelnden Ärzte sicher noch weiter verstärkt.

Umso wichtiger ist es jetzt, dass man zurück zu mehr Wissenschaftlichkeit bei dieser Thematik kommt. Schon die klinische Erfahrung zeigt, dass die Behandlung mit Antidepressiva gerade bei mittelschweren und schweren Verlaufsformen sehr wirksam sein kann. Ich wurde so ausgebildet, dass man dies aber nach Möglichkeit unter stationären Bedingungen machen sollte und gerade in der Anfangsphase der Behandlung darauf achten muss, dass nicht der Antrieb der Patienten wieder zurückkommt, die negativen Emotionen und Denkverzerrungen noch bestehen. Daher gibt man in einer psychiatrischen Klinik gerade zu Beginn der Behandlung häufig ein angstlösendes Medikament (z.B. Lorazempam) zusätzlich zu einem Antidepressivum.

Eine neue Studie untersuchte nun die Auswirkungen der Behandlung auf Selbstmordgedanken und Selbstmordversuche. Hierzu wurden mehr als 70000 Patienten, die von ihrem Hausarzt Antidepressiva verschrieben bekamen, mehr als 7000 Patienten, die bei einem Psychiater eine entsprechende Medikation erhielten und 54000 Psychotherapiepatienten untersucht.

Letztlich zeigte sich, dass sich die Patientengruppen hinsichtlich der Selbstmordversuche nicht unterschieden. Bei allen Patienten ergaben sich die meisten Selbstmrdversuche in den Monaten vor Beginn der Behandlung, dann im ersten Monat zu Beginn der Therapie und nahm dann deutlich ab. Auch bei einer Kombination aus Psychotherapie und Medikation verhielt sich dies nicht anders.

Besonders Jugendliche und jungen Erwachsene haben dabei ein besonders hohes Risiko. Eine Tatsache, die auch schon lange bekannt ist.

Die Patienten, die vom Psychiater behandelt wurden, hatten ein etwas erhöhtes Suizidrisiko (1124 Selbstmordversuche per 100000 Patienten), gegenüber 301 von 100000 beim Allgemeinarzt. Dies kann aber auch mit der Schwere der Symptomatik zu Beginn der Behandlung erklärt werden, da vermutlich gerade schwer depressiv erkrankte Patienten eher von einem Facharzt für Psychiatrie behandelt wurden.

Insgesamt kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass eine Behandlung mit Medikation und Psychotherapie bei Depressionen das Selbstmordrisiko verringert. Es ist immer noch besser eine Hilfe anzubieten, als eben im Nichtstun zu verharren. Wenn es ein Risiko der Medikation gäbe, so würde der Nutzen deutlich überwiegen. Keine Behandlung ist also die schlechteste Option.

Quelle : Greg Simon, M.D., psychiatrist, Group Health, Seattle; J. John Mann, M.D., chief, department of neuroscience, New York Psychiatric Institute; July 2007, American Journal of Psychiatry

Jumaat, 29 Jun 2007

Fibromyalgie und Überempfindlichkeit

Chronische Schmerzsyndrome wie die Fibromyalgie werden heute zunehmend unter Aspekten einer kombinierten neurobiologischen Überempfindlichkeit eines "zentralen Sensitivitätssyndroms = central sensitivitiy syndrom css)im Zusammenwirken mit psychosozialen Belastungen gesehen.

Dabei ergibt sich ein ganzes Spektrum von "verwandten" Symptomen und Erkrankungen, die man auf eine Überempfindlichkeit bzw. besondere Sensitivität in bestimmten Körper- bzw. Gehirnregionen zurückführen kann. Neben Schmerzen können Müdigkeit bzw. stark nachlassende Leistungsfähigkeit unter bestimmten Belastungssituationen auftreten. Depressive Symptome sind aufgrund der zunehmenden Beeinträchtigungen und Einschränkungen häufig.

Neben dem häufig auch (wohl fälschlich) als "Weichteilrheuma" zugeordnetem Fibromyalgie-Syndrom werden zunehmend auch bei der Migräne, dem Reizdarm oder Reizmagen und dem Restless-Leg-Syndrom entsprechende Auffälligkeiten beschrieben.
Neben Schlafstörungen und Depressionen findet sich dann auch eine besondere Stressempfindlickeit.

Diese Gruppe von Erkrankungen sind somit keine "Einbildungen" sonderne beruhen auf neurobiologischen Veränderungen in der Schmerz- bzw. Sinneswahrnehmungen. Durch psychosoziale Belastungen bzw. die zunehmende Einengung der Wahrnehmung auf die Beeinträchtigunge können aber die Veränderungen im Zentralen Nervensystem noch weiter verstärkt werden.

Sabtu, 5 Mei 2007

Depressionen : 6 Tips bei depressiven Störungen

Auf einer Seite der amerikanischen Hausärzte habe ich folgende 6 Tips zur Bewältigung von Depressionen gelesen :

1. Setzen Sie sich erreichbare Ziele für sich selbst
Bei einer Depression muss man zunächst akzeptieren, dass man weit weniger am Tag machen kann oder sich auch schlechter konzentrieren kann. Wenn es schon ein wenig besser geht, sollte man nicht 100 Prozent von sich erwarten (oder gar die liegengebliebenen Sachen auf einmal erledigen wollen). Vielmehr muss man schrittweise die Aktivitäten steigern.

2. Glauben sie nicht an die negativen Gedanken
Ein Kennzeichen der Depressionen sind automatische negative Gedanken, die meist mit Gedaken an das eigene Versagen, Scham oder Schuldgefühle zu tun haben. Diese Gedanken sind nach der Erfahrung der Therapeuten klare "Denkfehler" oder Wahrnehmungsverzerrungen. Leider sorgen sie selber dafür, dass die Depressionen noch schlimmer werden (Teufelskreis der Depressionen). Versuchen sie, nicht an diese Gedanken.

3. Positive Aktivitäten bei Depressionen
Machen Sie mehr Dinge, die ihnen gut tun und die ihnen (früher) Spass gemacht haben. Eine Liste von möglichen positiven Aktivitäten bei Depressionen haben wir im Forum gesammelt.

4. Schieben sie wichtige Entscheidungen auf
In einer depressiven Episode solte man keine lebensentscheidende Entscheidungen wie Arbeitsplatzwechsel oder Trennungen treffen. Sollten diese unabdingbar erforderlich sein, sollten sie mit mehreren Freunden und Angehörigen darüber sprechen.

5. Trinken sie keinen Alkohol oder nehmen sie nicht verschriebene Medikamente ein, da diese zu Wechselwirkungen mit Antidepressiva führen können und zu einer Verschlimmerung der Depressionen führen können.

6. Sorgen sie für ausreichend Bewegung.
Mindestens 30 Minuten vier bis sechsmal am Tag in Form von Spaziergängen, Fahrradfahren oder Sport ist ideal...

Rabu, 25 April 2007

Computerspiele in der Therapie

Keine Frage, Computerspiele können zur Sucht werden. Und auch keine Frage : Vieles ist Nepp und mehr oder weniger Geschäftemacherei, was kommerziell angeboten wird. Dennoch ist es eine interessante Idee, doch auch mal das Internet bzw. Computerspiele mehr oder weniger therapeutisch zu nutzen. Echte Computerfreaks werden allerdings nur ein müdes Lächeln für das simple Spiel zur Verbesserung des Selbstwertgefühls haben, bei dem man schlicht ein lächelndes Gesicht aus von 15 mehr oder weniger traurigen oder neutralen Gesichtsausdrücken unterscheiden soll. Nach einer Untersuchung verbessert aber dieses Wahrnehmungstraining tatsächlich die Stimmung bzw. lenkt die Aufmerksamkeit bei Erkrankungen wie Depressionen oder ADHS sicher tatsächlich auf eher positive Aktivitäten. Natürlich kann man davon keine Wunder erwarten, aber in der klinischen Anwendung haben meine Patienten überraschend positive Rückmeldungen gegeben und zumindest ein "AHA-Erlebnis" gehabt.

Khamis, 5 April 2007

Diabetes und Depressionen

Eine neue Studie unter Leitung der Diabetes-Spezialisten in Düsseldorf möchte den interesanten Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Depressionen ein wenig mehr untersuchen. Dass Depressionen quasi doppelt so häufig bei Diabetikern auftreten, wie in der Normalbevölkerung, ist bekannt. Die Fragestellung der Studie bezieht sich darauf, ob nun eine Verhaltenstherapie oder aber eine Antidepressivamedikation mit einem SSRI als Behandlung wirksamer ist. Mehr dazu DAD-Studie.

Khamis, 28 Disember 2006

Antidepressiva : Moclobemid oder SSRI?

Eine Metaanalyse zur Antidepressiva-Therapie kommt zu der Schlussfolgerung, dass der reversible MAO-Inhibitor Moclobemid (z.B. Aurorix) in der Behandlung der Depressiven Episode (Major Depression) genauso wirksam und gut tolerierbar in den Nebenwirkungen wie die heute wohl überwiegend verschriebenen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) ist. Ein Beleg mehr, dass neue Medikamente nicht immer besser sind. Aber vielleicht nicht so gut oder intensiv bei den Ärzten durch die Pharmavertreter bekannt gemacht werden...

Isnin, 25 Disember 2006

Selbsthilfe bei Depressionen

Mit einigen einfachen und wirkungsvollen Selbsthife-Strategien kann man schon eine Menge zur Besserung und Behandlung einer Depression bzw. einer depressiven Stimmung erreichen. Ganz wichtig sind diese Ratschläge, wenn es um die Rückfallprophylaxe geht.


1. Aktivierung und Bewegung

Bereits 15 bis 30 Minuten von körperlicher Aktivierung und Bewegung am Tag haben einen sehr positiven Einfluss auf ihre Stimmung bei Depressionen.

Ausdauersport wie Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren oder auch andere Sportarten wie z.B. Golf bewähren sich sehr als Schutz vor dem Wiederauftreten einer depressiven Episode.

2. Richtige Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen sich jetzt und in Zukunft wohler zu fühlen.

Getreide, Gemüse und Bohnen geben länger und wirkungsvoller Kraft und Energie als kurz wirkende zuckerhaltige Nahrungsmittel und Süssigkeiten.

Regelmässige Mahlzeiten und besonders ein tägliches Frühstück sind wichtig. 3 bis 5 Mahlzeiten am Tag sorgen bereits für eine Tagesstrukturierung und geben dem Gehirn ausreichend Nährstoffe (Glukose) zum arbeiten. Unregelmässiges Essen führt dagegen leicht zu Reizbarkeit, Kopfschmerzen und dann späteren Heisshungerattacken.

Essen Sie mehr Fisch (besonders Lachs, Heilbutt oder Thunfisch). Omega-3-Fettsäuren in diesen Kaltwasserfischarten können Beschwerden einer Depression reduzieren.

Meiden Sie Alkohol und Koffein, da dies zu einer Zunahme von Angst und Depressionen beitragen könnte.

3. Ausreichender Schlaf

6 bis 8 Stunden Schlaf gelten für die meisten Menschen als ausreichend. Halten Sie regelmässige Zeiten zum Schlafen und Aufstehen ein.

4. Umgang mit Stress / Stressbewältigung

Depressionen stellen selber schon eine schwere Belastung dar. Daher ist es wichtig, andere Stressoren (Belastungen) möglichst zu minimieren

Versuchen Sie ihre Aufgaben zu reduzieren und zu vereinfachen und setzen Sie Prioritäten

Setzen Sie Strukturen und nutzen Organisationshilfen und Unterstützung

Wenn Sie eine Pause oder Auszeit brauchen, machen Sie dies. Das kann auch mal ein Wochenendausflug oder Kurzausflug sein, auch die eigene Vorstellungkraft (innere Bilder oder Immagination) kann dazu hilfreich sein.

Erkennen Sie Stresssignale als Frühwarnzeichen von Belastungen. Haben Sie häufiger Magenbeschwerden, sind sie beonders reizbar oder vergesslich? Achten Sie auf ihre eigenen Körpersignale und ändern sie ihr Verhalten entsprechend.

5. Kontakte und Unterstützung

Legen Sie wieder mehr Wert auf Gemeinsamkeit und Kontakte in ihrer Partnerschaft oder Familie.

Sabtu, 23 Disember 2006

Gesundheit und Psychologische Beratung

Im Jahr 2001 haben Psychotherapeuten und Informatiker aus mehreren europäischen Ländern ein Gesundheitsportal zur Psychologischen Beratung und Gesundheits-Fragen entworfen, das häufig gestellte Fragen aus dem Bereich Psychologie, Psychotherapie und Psychosomatik beantworten wollte. Die Grundidee dabei ist, dass immer wieder ähnliche Fragen von Patienten oder Angehörigen zu Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen oder anderen Problemebereichen an Therapeuten gestellt werden. Nicht immer findet man in den Weiten des Internets dann die passende Antwort auf seine Frage. Mit einem mehrsprachigen Expertensystem werden FAQs = häufig gestellt Fragen in einer Datenbank gesammelt und können von den Lesern mit einer Suchabfrage in natürlicher (Schrift-)Sprache gesucht werden. Dabei erhält man eine Liste von möglichsts passenden Antworten, die zum weiteren Stöbern und Informieren zur eigenen Problematik anregen sollen. Weit über 900 Fragen wurden zwischenzeitlich aufgenommen, täglich nutzen zwischen 3000 und 5000 Leser im deutschsprachigen Raum das Angebot. Sollte mal keine Antwort auf eine Frage zu finden sein, kann man sich auch direkt an die Psychotherapeuten des Teams wenden. Die Antwort wird dann in die Datenbank eingearbeitet.