Khamis, 18 Disember 2008

Geld macht schlank bei Adipositas

Schon länger sind die enormen volkswirtschaftlichen Folgen von Übergewicht / Adipositas für die Gesellschaft bekannt. Weniger "Dicke" in einem Betrieb rechnen sich auch ganz simpel für eine Firma, da die Folgekosten durch Krankschreibungen und frühzeitige Berentung deutlich geringer ausfallen.

Daher gibt es schon länger Überlegungen, finanzielle Anreize für das Erreichen von Gesundheitszielen der Mitarbeiter (z.B. eine festgelegte Gewichtsabnahme in Kilogramm) oder aber das Aufgeben des Rauchens an eine finanzielle Belohnung zu koppeln. Das mag ungerecht für "gesund lebende" Kollegen erscheinen, rechnet sich aber nach neueren Studien offensichtlich für den Betroffenen wie auch den Betrieb.

Welche Anreize würden Sie dazu bringen, sich wirklich zu einer Ernährungs- und Bewegungsumstellung motivieren zu können ?

Khamis, 4 Disember 2008

Macht Einsamkeit bei Depressionen dick ?

Eine aktuelle Studie zum Zusammenhang von Depressionen und der späteren Entwicklung von Adipositas (Übergewicht) bei Senioren konnte einen Zusammenhang von einer Unterform des Übergewichs im Bauchbereich und Depressionen. Bei Senioren im Alter von über 70 Jahren konnte in einer Studie über mehrere Jahre ein entsprechender gezeigt werden.

Unklar ist nun, ob es biologische Zusammenhänge gibt, die zu einer veränderten Stoffwechselsituation und hormonellen Regualtion führen oder aber reduzierte Aktivität und veränderte soziale Kontakte mit Einsamkeit und vermehrter Langeweile zur Entwicklung des Übergewichts beitragen.

Sabtu, 22 November 2008

Positive Psychologie und Gesundheit

Was macht den Menschen glücklicher ?

Diese und andere Fragen versucht eine neue Forschungsrichtung in der Psychologie zu beantworten. Prof. Seligman ist der Hauptvertreter dieser positiven Psychologie. Während er unter Psychiatern und Psychologen zunächst mit dem Konzept der "erlernten Hilflosigkeit" bekannt wurde, etabliert er jetzt Untersuchungsinstrumente und wirksame Skills (Fertigkeiten), damit man Glück und Zufriedenheit und positive Emotionen genauso untersuchen kann, wie man es bisher mit der klassischen Psychopathologie von "Krankheiten" und Störungen gemacht hat.

Das Video zeigt eine lebendige Vorlesung zu diesem Thema

Positiv Denken und Bestätigung

Lichttherapie bei Depressionen

Lichttherapie

Nicht nur, wenn saisonale Einflüsse auf Heligkeit und Dunkelheit wieder verstärkt eine Rolle spielen, sollte man an den Einsatz der Lichttherapie als eine zusätzliche Therapie- und Selbsthilfemöglichkeit bei Depressionen denken.
Dabei wird Licht geeigneter Lichtstärke (es muss schon eine spezielle Lampe) und Wellenlänge über eine ausreichend lange Zeit eingesetzt. Häufig am Morgen oder im Verlauf des Vormittags, um die natürliche Schlaf-Wach-Regulation (und die Melatonin-Ausschüttung) zu unterstützen. Dabei sitzt die Person von der Lichtquelle. Hierbei gibt es zwischenzeitlich verschiedene Hersteller, die eine entsprechende Lichttherapie anbieten. Natürlich sind längst nicht alle in klinischen Untersuchungen auf die Wirksamkeit untersucht worden. Entscheidend für die Wirkung ist der Anteil der verschiedenen Wellenlängen und eben die Lichtintensität (über 1000 Lux), so dass man sich entweder auf nachweislich wirksame Lampen zur Lichttherapie aus Studien oder aber der Beratung im Fachhandel verlassen sollte.
Haupteinsatzgebiet der Lichttherapie sind die sog. saisonale Depression (Season affecive disorder SAD). Durch die Verschiebung der zirkadianen Rhythmen von Schlaf und Wachsein wird ein therapeutischer Effekt ausgelöst. Dies kann man aber auch bei anderen psychischen Störungen und insbesondere auch einigen Schlafstörungen therapeutisch nutzen.

Für den Bereich Depresson gibt es zwei grössere Meta-Analysen über die Wirkung der Lichttherapie. Häufig werden derartige Studien bei älteren Patienten in der Gerontopsychiatrie durchgeführt. Es gibt aber auch zahlreiche Studien bei jüngeren Patienten. Drei Studien beschäftigten sich dabei mit dem Einsatz der Lichttherapie bei Depressionen, 8 für die Behandlung der Saisonalen Depression und fünf weitere mit dem Einfluss der Dämmerung bzw. Dämmerungsweckern bei saisonalen Depressionen. In der Meta-Analyse konnte ein statistisch signifikanter Effekt sowohl für die Lichttherapie wie auch für Dämmerungswecker bei der Saisonalen Depression und ein moderater Effekt bei "normalen" Depressionen gezeigt werden.

Auch für Patienten, die (noch) nicht die klinischen Kriterien einer Depression erfüllen, kann die Lichttherapie zur Stimmungsstabilisierung und ggf. auch Verbesserung des Schlafes hilfreich sein. Hierbei ist aber dann eben auch darauf zu achten, dass man sich nicht in den Abendstunden mit künstlichen Lichtquellen (Tageslichtlampen, Fernseher, Lichtquellen mit hohem Blaulichtanteil) selber den Effekt wieder zerstört.

Ahad, 9 November 2008

Depressionen : Helfen Fischöle gegen Depression ?

Omega-3-Fischöle bei Depressionen ?

In der letzten Zeit wurde wiederholt propagiert, dass Fischöl-Kapseln eine wirksame Therapie gegen Depressionen seien. Omega-3-Fischöle sind langkettige ungesättigte Fettsäuren, die u.a. in bestimmten Fischsorten vorkommen bzw. aus Alphalinolsäure aus pflanzlichen Ölen (z.B. aus Walnüssen) produziert werden. Zunehmend werden diese Präparate über Drogerien oder Apotheken, aber auch im Multilevel-Marketing im Internet angeboten.

Man vermutet einen Zusammenhang zwischen der Änderung der Ernährungsgewohnheiten und dem Anstieg von Depressionen in westlichen Ländern. Niedrigere Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren soll im Blut von depressiven Patienten festgestellt worden sein.

Obwohl es zahlreiche Studien zu Depressionen und Fettsäuren gibt, wurde nur in einer einzigen Studie die alleinige Gabe von Omega-3-Fischöl bei Depressionen bei einer ausreichenden Anzahl von Patienten
Untersucht. In dieser doppel-blinden Studien wurde bei 35 Patienten kein signifikante Besserung über einen Zeitraum von 6 Wochen bei Gabe von Omega-3-Fettsäuren erzielt.

Bei milderen Formen von Depressionen wurde bei 49 mehr oder weniger gesunden Klienten die Gabe eines Fischöl-Präparates mit 4g Fischölen über 35 Tage untersucht. Hier sei eine Besserung der Stimmung eingetreten.

Leider liegen nur wenig Erkenntnisse über die Standardisierung der Präparate und die Sicherheit der Fischöl-Gabe vor. So behauptet eine aktuelle Pressemitteillung, dass viele Fischöl-Kapseln Arsen in erheblichen Mengen enthalten.

Eine Alternative zur bisherigen Pharmakotherapie stellen Fischöl-Kapseln also bisher sicher nicht dar, könnten aber bei einer Untergruppe von Klienten eben doch helfen.

Depressionen und chronische Schmerzen

Menschen mit einer depressiven Störung verarbeiten Schmerzen anders

Schon lange sind Zusammenhänge zwischen chronischen Schmerzen und Depressionen bekannt. Dabei ist es eine Henne-oder-Ei-Frage, ob zunächst die Depressionen zu einer besonderen Schmerzverarbeitung beitragen oder aber der chronische Schmerz zu Depressionen führt.
Eine akutelle funktionell-anatomische Untersuchung kann dazu eine kleine Erklärung geben. So konnte in einer funktionellen Kernspinuntersuchung nachgewiesen werden, dass Patienten mit einer Depression eine besondere "Hypervigilanz", d.h. Empfindlickeit in bestimmten Regionen der Schmerzverarbeitung bzw. Emotionsregulation haben.

Schmerzen sind sicher nicht eingebildet, aber die Behandlung des emotionalen Anteils an der Schmerzverarbeitung wird dann eine besondere Rolle spielen. Dies kann den Einsatz von Antidepressiva aber auch psychotherapeutische Hilfen zur Schmerzbewältigung bedeuten.

Meine eigenen klinischen Erfahrungen deuten darauf hin, dass das Übersetzen von Schmerzen in Bilder eine gute Möglichkeit sein kann, was u.a. bei der Immaginationstherapie, Hypnotherapie oder aber einer Abwandlung von EMDR erfolgt. Dabei übersetzen Klienten ihren Schmerz in ein Gefühlsbild, das sie sich vorstellen. Ähnlich wie ein Arzt nach der Art und Qualität des Schmerzes fragen würde, übersetzt man die Eigenschaften des Schmerzes bzw. der damit verbundenen Gefühle in ein Objekt wie einen Würfel, eine Kugel, einen Pfeil etc. und bildet dabei die verschiedenen Eigenschaften u.a. in Submodalitäten wie Gewicht, Form, Oberflächeneigenschaft, Temperatur, Bewegung etc. ab. Über Augenbewegungen (rechts-links-Stimulationen) wird dann dieses Bild verarbeitet. Dies ist analog der Verarbeitung von Problemen bzw. Emotionen im Traumschlaf. Daraus wurde ein Training zur emotionalen Selbstregulation entwickelt, dass sich u.a. bei Depressionen oder aber auch Schmerzstörungen anwenden lassen könnte. Mehr dazu ggf. unter Emoflex : Verändern von Gefühlen und Blockaden oder Schmerzen als Selbsthilfemethode

Sabtu, 1 Mac 2008

Serotonin bei Frauen und Männern

Eine schwedische Doktorarbeit beschreibt einmal mehr Unterschiede bei den Botenstoffen im Gehirn zwischen Männern und Frauen. Serotonin spielt u.a. bei Depressionen, dem prämenstruellem Syndrom aber auch Angststörungen oder Essstörungen eine besondere Rolle. Die Untersuchung konnte nun zeigen, dass einige der wichtigeren Serotonin-Rezeptoren im Gehirn bei Frauen anders vorhanden sind. Dabei zeigten sich zusätzliche Unterschiede bei Frauen, die ein prämenstruelles Syndrom aufwiesen.

In der klinischen Praxis weisen Medikamente, die an diesem System angreifen - die SSRI - besonders bei Frauen häufiger eine positive Wirkung auf. Gerade weil im Augenblick die generelle Sinnhaftigkeit der Antidepresiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer angezweifelt wird, sprechen diese Ergebnisse dafür, dass man die Wirkung von Medikamenten bei Frauen und Männern getrennt untersuchen sollte.

Sex Differences In The Brain's Serotonin System

Ahad, 3 Februari 2008

Lernprobleme und Aufschieberitis bei Studenten mit ADHS

Bei Audimax (online bzw. in der Dezemberausgabe der Studentenzeitschrift) ist ein Interview mit mir veröffentlicht, dass sich mit den Lern- und Studienproblemen von ADHS-Studenten beschäftigt.
Studieren mit ADHS wird ja vielleicht von einigen Ärzten noch als "unmöglich" angesehen, da für viele Psychiater ein Abitur bei Vorliegen eines Hyperkinetischen Syndroms gar nicht möglich erscheint. Nach meiner Erfahrung ist es aber eher so, dass gerade intelligentere Schüler lange Zeit Defizite "kompensieren" können. Sei es durch viel häufigeres Auswendiglernen oder aber eben auch durch intuitives Erfassen des Stoffes. Mit zunehmenden Anforderungen an Selbstorganisation und eigene Planung des Studienstoffes treten dann aber die typischen Probleme auf. Häufig stehen dann eher depressive Symptome bzw. starke Stimmungsschwankungen, Antriebsmangel oder aber auch starke Wut und Anspannung im Vordergrund der Symptome. Gerade wenn stark wechselnde Diagnosen (einschliesslich Persönlichkeitsstörungen) und jahrelange Therapiebemühungen frustran verlaufen, sollte man auch an ADHS bei einem Studenten denken. Bei Frauen auch immer häufiger Essstörungen (Bulimie, Binge eating Störung aber auch Adipositas). Da denken dann die wenigsten an eine entsprechende Problematik.

E-Zigarette : Hightec oder Aprilscherz ?

Im Deutschen Ärzteblatt wird eine sog. E-Zigarette zur Raucherentwöhnung vorgestellt. Eine neuseeländische Studie habe eine künstliche Zigarette entwickelt, die Nikotin an den süchtigen Raucher abgibt. Dafür soll der Qualm aber eben keine weiteren gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten und damit das Risiko für Krebs und andere Folgeprobleme der Nikotinabhängigkeit verringern. Ob man damit wirklich Nichtraucher werden kann ?

Khamis, 31 Januari 2008

Häufige Unfälle von Erwachsene sollten an ADHS denken lassen

Erneut bestätigt eine wissenschaftliche Studie, dass häufige schwere Unfälle (z.B. schwere Verkehrsunfälle) häufiger mit einer neurobiologischen Veranlagung für das Hyperkinetische Syndrom einhergeht. Unfälle und das Risiko für ADHS im Erwachsenenalter. Da gerade schwere Unfälle (einschliesslich mehr Todesfälle) mit diesem Syndrom vergesellschaftet sind, empfehlen die Autoren bei Patienten mit wiederholten Unfällen ein Screening für ADHS zu machen. Eine interessante Vorstellung wäre also, wenn in der chirurgischen Ambulanz neben der Frage nach der letzten Tetanus-Impfung bei "Stammgästen" auch ein ADHS-Screening empfohlen würde...

Rabu, 30 Januari 2008

Animationen zur Gesundheit Der Mensch in 3-D

Vom ZDF gibt es eine nett gemachte Animation zur Antatomie des Menschen. Hier kann man in interaktiver Form Gesundheitsinformationen anschaulich dargestellt kennenlernen und sich in der Unterabteilung zum Gehirn u.a. auch über Depressionen, Migräne oder Parkinson informieren.

Interaktiv Der Mensch in 3-D

Von Übergewicht und Fettleibigkeit

Für einen Tag haben also die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie dem geneigten Bundesbürger deutlich gemacht, dass 2/3 der Männer und 50.Prozent der Frauen übergewichtig sind. Jeder 5. leidet unter Fettleibigkeit, was die Mediziner etwas freundlicher als Adipositas bezeichnen.
Erschreckend ist dabei, dass junge Mädchen immer noch zunehmend untergewichtig werden und die Magersucht droht. Was ja scheinbar paradox erscheint. Dabei wissen wir, dass Diäten häufig der Einstieg in das Übergewicht sind. Schon allein, weil die natürliche Kontrolle von Sättigung und Hunger immer weiter verlernt wird. Wir orientieren uns eben nicht mehr an den körpereigenen Signalen, sondern an äußeren Wertevorstellungen oder Verhaltensnormen. Mit desolaten Folgen. Möge Beratung zum Essverhalten" auch wirklich angenommen werden und nicht als Eintagesnachricht verpuffen.

Ahad, 27 Januari 2008

Von Spätmenschen und Langschläfern

In einer Pressemitteilung über Schlafprobleme in der Winterzeit von Spätaufstehern = Spätmenschen oder Langschläfern in der Frankfurter Neue Presse Online habe ich gelesen, dass es sogar einen eigenen Verein für die Menschen mit einem verlagerten Schlafrhythmus gibt. Bei uns in Klinik haben ADHS-Patienten sehr häufig diese Problematik. Dabei scheinen sie weit schwieriger einen geregelten Rhythmus entwickeln zu können bzw. weit empfindlicher auf Veränderungen der Lichtverhältnisse beim Wechsel der Jahreszeiten zu reagieren. Bisher wird aber diese Form der Schlafstörung noch wenig beachtet. Wir haben dabei ganz gute Erfahrungen mit Melatonin bei Schlafproblemen gemacht, aber auch eine Lichttherapie kann hilfreich sein.

Ahad, 20 Januari 2008

Gewalt gegen Kinder

Trotz aller öffentlicher Empörung in den Medien beim Einzelfall im Fernsehen ist Gewalt gegen Kinder noch immer ein vernachlässigtes Tabu. Es fängt schon damit an, dass es auch für Fachleute nicht einfach ist, die psychischen und körperlichen Zeichen von Missbrauch und Vernachlässigung richtig zu erkennen und einzuordnen.

Die Webseite hilft dabei mit objektiven Hinweisen zur Diagnostik und Ansprechpartnern, ohne gleich in eine Massenhysterien zu verfallen, die nun bei jeder Verhaltensauffälligkeit eines 3 jährigen sofort sexuellen Missbrauch vermutet.

HIer erscheint mir sachliches Hinkucken und Engagieren angesagter als öffentliche Entrüstung im Fernsehen.

Traumatisierungen von Flüchtlingen / Migranten

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) stellt gerade für Flüchtlinge / Migranten eine besondere Problematik dar. Häufig steht dabei der Aufenthaltsstatus mit auf dem Spiel, Sprachprobleme und finanzielle Schwierigkeiten eine Therapie zu bekommen kommen hinzu. Das Traumanetzwerk des Malteser-Hilfsdienst sammelt Adressen von Therapeuten und Kliniken für diese spezielle Gruppe von Patienten.

http://www.traumanetzwerk.de

Rabu, 16 Januari 2008

Gesundheit - Deutsch / Deutsch - Gesundheit

In einem kleinen Büchlein, das ich vor einiger Zeit geschenkt bekam, bin ich über den Aberwitz der Medizin-Fachsprache bzw. von medizinischen Laienausdrücken gestolpert.

Schotts Sammelsurium klärte mich also auf, dass mein "Magenknurren" vor dem Mittagessen auf "medizinisch" Borborygmus" heissen muss. Gut, den Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri lateralis) kenne ich natürlich schon. Auch Fusspilz (Tinea pedis) ist ein häufiges und lästiges Problem meiner Patienten (wobei mir die Verschlüsselung nach ICD 10 schon mehr Kopfzerbrechen macht). Aber es geht auch andersrum : Was zum Beispiel soll ein "Dienstmädchenknie" sein ? Ach ja, da hilft dann der Fachbegriff : Bursitis praepatellaris, also eine Schleimhautentzündung hinter der Kniescheibe. Recht häufig bei Frauen, die viel im Knien arbeiten müssen.

Ich fürchte, dass da doch sehr leicht Verständigungsprobleme zwischen Arzt und Patient entstehen müssen, wenn schon der Arzt kaum dieses Fachchinesisch entziffern kann....

Isnin, 14 Januari 2008

Hilfe bei Stress ?

Manchmal wird mir unwohl, wenn ich die Google-Werbung neben meinen Gesundheitsseiten im Netz lese. Da wird dann ein uralter Melissengeist als Hilfe bei Stress angepriesen. Das Mittelchen soll für alle möglichen Dinge wie Unruhe zur Wellness helfen. Würde jetzt nicht gerade das Alkohol-Lexikon kritische 80% Alkoholgehalt angegeben, wäre es vielleicht ein Lifestyle-Mittel. Alkohol als Mittel gegen Stress ist sicher eine dumme Wahl. Da machen die heilsamen Kräuter dann auch nicht mehr so viel aus, wenn man nicht rechtzeitig die Selbstkontrolle anstellen kann. Zumal man sich natürlich fragt, warum nun der Hersteller ausgerechnet Unruhe und Stress als Werbeargumente missbraucht und ob das nicht schon eine gesundheitsbezogene Werbung für das Mittel darstellt. Dann aber müsste der Melissengeist eben eine umfangreiche Zulassung als Medikament durchlaufen, wobei ich nicht damit rechne, dass das bei der Zulassungsbehörde gut ankommt...

Ahad, 13 Januari 2008

Patienteninformation im Internet : Internetwaschzettel für Patienten

Beim Aufräumen habe ich einen alten "Waschzettel" gefunden. Nein, nicht für eine noch nicht weggeschmissene Tablettenpackung. Sondern für

Patienteninformation im Internet : Internetwaschzettel fuer Patienten

Eigentich zu schade zum Entsorgen.

Sabtu, 12 Januari 2008

Reizdarm : Schmerzverarbeitung im Gehirn gestört


Ca 10-15 Prozent der Bevölkerung leiden unter einem Reizdarm-Syndrom (Colon irritabile). Die Beschwerden scheinen dabei zunächst ausschliesslich auf den Bauch bzw. eben Magen-Darm-Trakt beschränkt zu sein. Besonders Frauen leiden dabei unter krampfartigen Bauchschmerzen mit einem Wechsel von Durchfall und Verstopfung und Blähnungen.

Eine neue Studie Der Universität von Kalifornien bestätigte jetzt anhand von speziellen Hirnuntersuchungen mit funktioneller Kerspintomographie, dass die Schmerzverarbeitung bei Reizdarm-Patienten anders verläuft als bei Kontrollpatienten. Während gesunde Menschen unangenehme Reize bzw. Empfindungen wegfiltern und damit weitgehend löschen können, war die Filterung von Schmerzen bzw. unangenehmen Sensationen bei den Reizdarm-Patientinnen weit weniger möglich. Zusätzlich beeinflussen negative Gedanken und Erwartungen und Anspannung die Verstärkung der Schmerzwahrnehmung. Dies wiederum hat dann Auswirkungen auf die Regulation der Magen-Darm-Tätigkeit.

Quelle : University of California - Los Angeles (2008, January 12). Brain Response Differences In The Way Women With IBS Anticipate And React To Pain. ScienceDaily. Retrieved January 12, 2008, from http://www.sciencedaily.com­ /releases/2008/01/080108183122.htm

Jumaat, 11 Januari 2008

Unklarer Durchfall ? Kaugummi schuld


Wenn man in einer Klinik für Essstörungen arbeitet, sind die Tricks zum heimlichen Abnehmen bei Anorexie -Patienten nur zu gut bekannt. Süßstoff wie Sorbitol gehört natürlich dazu. Bei HON - News wird nun die Problematik von unklaren Durchfällen durch Kaugummi mit Zuckerersatzstoffen diskutiert. Hierbei wird ein sog. Malabsorbtionssyndrom künstlich erzeugt, weil eben der Zucker Sorbitol nicht vom Darm aufgenommen wird und dann bis zu 10 mal tägliche Durchfälle die Folge sind. Eine Nebenwirkung, die man nicht unbedingt in Kauf nehmen sollte. Wenn man bedenkt, dass eine Abnehmepille über ein ähnliches Prinzip eine Störung der Fettaufnahme erzeugt...

Khamis, 10 Januari 2008

Krankenakte und Befunde : Was darf der Patient sehen ?

Selbstredend sollte ein vertrauensvolles und offenes Verhältnis zwischen Arzt und Patient die Grundlage für eine Behandlung sein. Und natürlich gehört die Aufklärung und vollständige Information über alle Befunde und Diagnosen mit zu den Kernaufgaben der "ärztlichen Kunst". Nun läuft vielleicht nicht immer alles glatt oder ein Patient fühlt sich falsch behandelt. Dann stellt sich die Frage, welche Rechte der Patient zur Einsicht in seine Krankenakte bzw Aufzeichnungen des Arztes hat. Im Deutschen Ärzteblatt wurde jetzt eine juristisch korrekte Zusammenstellung zum Einsichtsrecht in die Krankenakten publiziert.

Grob gesagt hat der Patient fast alle Rechte zumindest im Beisein des Arztes die Akte bzw. Aufzeichnungen oder Arztbriefe einzusehen. Die Orginale mitnehmen darf er nicht (Ausnahmen in der Radiologie bestätigen die Regel). Gerade im psychiatrischen Bereich hatte man bisher noch so Ausnahmen, weil man die ja häufig subjektiv gefärbten Einschätzungen nicht unmittelbar dem Patienten überlassen wollte. Der Hintergrund war, dass möglicherweise die Einschätzungen zu einer Selbst- oder auch Fremdgefährdung beitragen könnten. Gerade wenn man bedenkt, dass es zu sehr unterschiedlichen Interpretationen von Äußerungen kommen kann, weil die "Medizinsprache" halt nicht identisch mit der Umgangssprache ist, ein durchaus ernstes Problem.

Job des Arztes wäre aber eben auch eine Art Dolmetscher zwischen Fachchinesisch und Allgemeinverständnis zu bieten. Leider sind eben die Arztbriefe aber nicht an den Patienten sondern an einen Arzt gerichtet. Eigentlich müsste er so geschrieben sein, dass beide ihn verstehen und es gar nicht erst zum Streit kommt.

Zurück zu den Arztbriefen auf meinem Schreibtisch ....

Geld oder Leben ? Medizin mit Geld-zurück-Garantie

In der Online-Ausgabe des Deutschen Ärzteblatt  liest man von einer neuen Strategie zur Einführung eines nicht ganz unumstrittenen Medikamentes bei Osteoporose. Der Hersteller verspricht eine Geld-zurück-Garantie, wenn sich der Patient dennoch was bricht.

Nette Idee. Aber aus meiner Sicht wird damit ein grundlegendes Prinzip der medizinischen Indikationsstellung in Frage gestellt. Natürlich entscheidet nicht die Krankenkasse und auch nicht der Pharmahersteller ob ein Medikament indiziert, d.h. verordnet werden sollte. Es wird immer individuell um eine Abschätzung des Nutzen und des Risikos gehen, wenn man gerade zu neuen Medikamenten greift. Es spricht schon Bände, wenn eben ein Medikament über solche Marketing-Aktionen noch am Leben gehalten werden muss und sich nicht über die üblichen Zulassungsverfahren bzw. Kriterien der "evidence-based medicine" in multicentrischen, randomisierten Studien durchsetzen kann.

Zudem stellt sich die Frage, ob der Patient dann eine Entschädigung erhält. Neben wir an, es kommt zu einem durch Osteoporose bedingten Bruch. Muss man dann davon ausgehen, dass dies ohne Medikation auch passiert wäre ? Vermutlich ja. Aber dafür hat der Patient eben mögliche weitere Nebenwirkungen der Medikation und vermutlich ja auch Zuzahlungen in Kauf genommen. Ist ihm / ihr die mögliche Chance einer Risikoverminderung durch die Medikation dies wert ?

Ich persönlich habe grosse Probleme damit, wenn die Verfügbarkeit von Medikamenten mit ökonomischen Anreizen verknüpft wird.

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Hausarzt oder Facharzt ? Geld oder Leben ....

Das Hausarztmodell sei ein Flop, so kann man lesen. Nach einer neuen Erhebung der Bertelsmannstiftung haben die vielen Überlegungen und Anreizmodelle die Patienten doch nicht davon abhalten können, lieber beim Facharzt Hilfe für Gesundheitsprobleme zu suchen. Im Gegenteil, der Anteil der Facharztbesuche ist weiter gestiegen.

Ob dies nun etwas über die Qualität der Behandlung aussagt, sei offengelassen. Es gibt zwar Hinweise, dass sich Menschen mit Gesundheitsprobleme wie z.B. schwerer Adipositas über Geld zu besserem Gesundheitsverhalten "manipulieren" lassen. Offenbar reichen die Bestrafungen oder Anreize aber bei den ganzen Regularieren der Chronikerprogramme oder Bindung an einen Hausarzt / Hausapotheke eben nicht.

Salopp gesagt könnte man behaupten : Den Leuten liegt doch mehr an ihrem Leben bzw. ihrer Gesundheit als am schnöden Geld.




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Rabu, 9 Januari 2008

Die 100 populärsten englischen Medizin-Blogs

Eine Liste der 100 erfolgreichsten Blogs aus dem Medizin / Gesundheitsbereich findet man unter
folgendem Link.

Daneben läuft bei MedGadget eine Abstimmung zu den besten medizinischen Weblogs, wobei die Auswahl der Kandiaten ja vielleicht auch schon Spaß auf das Lesen macht.

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Haben Vegetarier ein geringeres Krebsrisiko ?

Ob Fleischkonsum nun das Krebsrisiko erhöht ist schwierig zu beantworten. Ein englischsprachiger Übersichtsartikel fasst neuere Studien zum möglichen Zusammenhang von Fleisch und Krebserkrankungen zusammen.

Wenn man im Übermass Rind, Schwein oder Lammfleisch verspeist bzw. Salami, Schinken, Würstchen bzw. Hot Dog-Fan ist, sollte man aufpassen. Die Untersucher sehen einen Zusammenhang besonders zu Krebserkrankungen der Speiseröhre und Leber. Jeder 10. Fall von Darmkrebs oder Lungenkrebs soll daneben mit dem Fleischkonsum im Zusammenhang stehen. Dabei bleibt unklar, ob es sich um Inhaltsstoffe der Zubereitung wie Nitrosamine oder andere Einflussfaktoren handelt. Ganz aufgeben muss man aber sein Steak auch nicht. Nur sollte es eben auf ein gesundes Maß reduziert bleiben...

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Änderung des Gesundheit-Verhalten bringt 14 Jahre längeres Leben

Die Kombination von 4 bekannten Gesundheitsrisiken bestimmt bis zu 14 Jahre verringertes Sterberisiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die aus der Populationsuntersuchung in Norfolk abgeleitet wurde. Hierzu wurden in den Jahren 1993 bis 1997 20000 Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 79 Jahren untersucht, die bisher keine Herzkreislauferkrankungen oder Krebs hatten. Die Probanden wurden anhand eines 4-Punkte-Fragebogens unterteilt.

  • Nichtraucher
    Wer zum gegenwertigen Zeitpunkt nicht (mehr) rauchte, bekam einen Punkt
  • Ausreichend Bewegung / Sport
    Hier wurden einerseits Berufe mit ausreichender körperliche Aktivität oder aber regelmässige Fittnessaktivitäten / Sport berücksichtigt
  • Moderater Alkoholkonsum
    Hier gelten 1-14 Einheiten als gesundheitsverträglich, wobei eine Einheit einem Glas Wein entspricht
  • Gesunde Ernährung
    Hier wurde berücksichtigt, ob die Probanden am Tag je 5 Einheiten Obst oder Gemüse zu sich nahmen
Die Menschen wurden bis in das Jahr 2006 nachbeobachtet und die Sterbewahrscheinlichkeit berechnet. Diejenigen, die keine der 4 gesundheitsförderlichen Verhalten anwandten, hatten ein 4 fach erhöhtes Risiko zu sterben. Oder anders ausgedrückt : Diejenigen mit einem Score von 4 in diesem einfachen Fragebogen lebten 14 Jahre länger....Ein Ergebnis, dass weder vom Körpergewicht bzw. sog. Body-Mass-Index abhängig war, noch vom sozialen Status.

Quelle : Khaw KT, Wareham N, Bingham S, Welch A, Luben R, et al. (2008) Combined impact of health behaviours and mortality in men and women: the EPIC-Norfolk Prospective Population study. PLoS Med 5(1): e12.

Isnin, 7 Januari 2008

Blutzuckerselbstkontrolle web2.0 bei Diabetes mellitus

Inzwischen dürfte es zahlreiche Programme für den PC oder auch PDA geben, die die Blutzuckerkontrolle bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) zum Verlauf der Blutzuckerwerte in Abhängigkeit von Medikamenten / Insulin sowie Essen oder Aktivitäten verautomatisieren. Mir sind im deutschsprachigen Raum zunächst eher Programme aufgefallen, die man auf seinen Rechner / PDA lädt. Eine englischsprachige Seite Sugarstats.com bietet dagegen eine kostenfreie Möglichkeit zum Protokollieren des Verlaufes u.a. auch über Twitter und andere Eingabemöglichkeiten sowie einen Austausch mit anderen Personen bzw. dem Diabetes-Team (Ernährungsberater / Arzt) an. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Mitbewerber, die auch Ajax bzw. web2.0-Technologien nutzen, aber kostenpflichtig sind. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, wenn es sich auf die Dauer hinsichtlich der Compliance = Durchhaltevermögen lohnt.
Sicher wird so ein Programm nicht für jeden Diabetiker die richtige Lösung sein und möglicherweise kann ein einfaches Notizbuch weit praktikabler in der alltäglichen Anwendung sein. Aber interessant finde ich diese Anwendung von Internet und Medizin auf jeden Fall.

Sabtu, 5 Januari 2008

Richtlinien für Gesundheit - Blogs

Im Bereich Medizin und Internet ist für medizinische Webseite der sog. HON-Code recht verbreitet. Auch wenn es sich dabei eher um Transparenz-Kriterien als um eine Aussage über die Qualität der Seiten handelt, bietet doch dies eine gewisse Aussage über die Seite. Beispielsweise kann man dann für eine Webseite überprüfen, ob sie sich (noch) an diese Regel hält (Beispiel hier.

Offensichtlich einen ähnlichen Ansatz für medizinische Blogs findet man unter Healthcare Blogger Code of Ethics. Die englische Blog-Szene von Medizinern und anderen Berufsgruppen aus dem Bereich Gesundheit ist sehr aktiv, wie man auf der Übersichtsseite zu Englischsprachige Blogs zu Gesundheit / Medizin sehen kann. Dagegen sind in Deutschland wohl eher wenige Ärzte selber mit Blogs vertreten (einige unter Doccheck). Eigentlich schade. So wäre ein "Blog-Carnival" zu Medizin und Gesundheit nach Art der dortigen Grand Rounds eigentlich eine gute Idee.

Ich fange mal an (bzw. werde den Blog hier auch entsprechend ergänzen) und versuche die genannten Beurteilungspunkte für "gutes Verhalten eines Blog-Autors am Beispiel dieses Blogs darstellen) :

1. Klare Vorstellung des Autors und seiner Qualifikation
Um die Qualität und Zielsetzungen einer Aussage einordnen zu können, müssen die Leser die Aussagen in einen Gesamtzusammenhang zur Ausbildung und möglicher Interessenkonflikte zu seinem Arbeitgeber / Werbung oder andere Einflussfaktoren setzen können. Dabei darf ein Blog durchaus die persönliche Meinung darstellen - dies ist ja gerade das Kennzeichen vieler Blogs. Bei anonymen Blogs sollte zumindest deutlich werden, welche Art von medizinische Qualifikation der Autor hat oder ob es ich um einen Patientenblog handelt.

Ich versuche es mal :
Der Autor Dr. Martin Winkler ist derzeit 43 Jahre alt und verheirateter Vater von 2 Kindern. Ich arbeite als Arzt in einer Psychosomatischen Klinik in Norddeutschland. Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen im Bereich ADHS und auch Essstörungen. Daneben interessiere ich mich besonders für Schlafstörungen. Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich u.a. 1,5 Jahre in einer Abteilung für Innere Medizin, 1 Jahr Neurologie, ca 4 Jahre Psychiatrie (u.a. in der Universitätsklinik für Psychiatrie Mainz) und 6,5 Jahre in 2 weiteren psychosomatischen Kliniken gearbeitet. Von 2002 bis 2004 habe ich im Rahmen eines EU-Projektes aus dem eContent-Programm zusammen mit Psychotherapeuten aus 5 Ländern ein mehrsprachiges Frage-Antworten-Portal mitentwickelt, das ich jetzt als Hobby weiter ein wenig pflege. Zur Finanzierung der Serverkosten haben wir u.a. von Google und von dem Onlinevermarkter Quartermedia einnahmen. Zusätzlich in geringem Maße von Amazon. Weitere Werbung wird jeweils vom fachlichen Inhalt getrennt. Direkte oder indirekte Werbung von Pharmafirmen oder sonstige Einflussnehmer auf den medizinischen Inhalt haben wir nicht.

2. Vertraulichkeit
Blogger sollten den Schutz der Privatsphäre / Anonymität der Leser insbesondere in Hinblick auf die Schweigepflicht sehr ernst nehmen. Etwaige Diskussionen mit den Lesern sollten so geführt werden, dass der Leser nicht direkt oder indirekt identifiziert werden kann.


Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Bei Web4health.info haben wir dies u.a. durch einen Zeichencode geregelt. Hier auf dem Blog stellt sich das Problem aber (bisher) nicht


3. Kommerzielle Einflussfaktoren
Es sollte eine Trennung von Inhalt und Werbung deutlich werden. Mögliche Interessenkonflikte durch das Bewerben eines Produktes oder Verpflichtungen gegenüber Pharmafirmen oder anderen Herstellern oder Einrichtungen sollte klar dargestellt werden.
Hier auf dem Blog ist Googleadsense Werbung geschaltet. Zur Finanzierung der Serverkosten von web4health.info haben wir u.a. von Google und von dem Onlinevermarkter Quartermedia Einnahmen. Zusätzlich in geringem Maße von Amazon. Weitere Werbung wird jeweils vom fachlichen Inhalt getrennt. Direkte oder indirekte Werbung von Pharmafirmen oder sonstige Einflussnehmer auf den medizinischen Inhalt haben wir nicht.
4. Richtigkeit und Nachweis der Aussagen
Blogger sollten die Quelle ihrer Aussagen bzw. den Link angeben. Zudem sollten sie Korrekturen vornehmen, wenn sie auf falsche Aussagen hingewiesen werden.

Bloggen bedeutet natürlich immer auch eine subjektive Sicht. Sowohl hier wie auch auf web4health beziehe ich mich meist auf medizinische Fachartikel oder Webseiten, die mir aufgefallen sind. Dabei wird entweder der komplette Artikel angegeben oder ein Link zu einem Abstract des Artikels.
5. Faires Miteinander
Blogger sollten einen guten und fairen Ton untereinander pflegen und auch bei Kommentaren darauf achten. Diskussionen sollten sich um die Themen und nicht um die Personen richten.
Nach eigenen schlechten Erfahrungen mit persönlichen Angriffen auf mich und meine Familie durch meine Onlineaktivitäten werde ich besonders darauf achten, dass es nicht zu persönlichen Auseinandersetzungen im Sinne von Flames kommt

Vielleicht könnte man ja daraus auch im deutschsprachigen Raum einie Initiative machen und entsprechende medizinische Blogs von Ärzten oder Patienten entsprechend sammeln. Z.B. so ?

Jumaat, 4 Januari 2008

Vorbereitung auf den Arztbesuch

Ein multimedial aufbereitetes Patientenbuch im Internet habe ich bei krank-gesund.de gefunden. In gut verständlicher Form werden häufig gestellte Fragen vor dem Besuch beim Internisten oder Allgemeinmediziner aufgegriffen. Dabei geht es auch um Symptome bzw. Beschwerden des Patienten und mögliche Krankheiten. Zusätzlich bieten Partnerseiten des gleichen Autors dann noch eine Art Online-Lehrbuch der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Lebererkrankungen und Gastroenterologie (Magen-Darm-Erkrankungen), das mehr oder weniger in wiki-Form gehalten ist.

Obwohl ich sehr viel im Internet auf der Suche nach interessanten Gesundheitsangeboten bin, überrascht es mich immer wieder, dass "Perlen" so unentdeckt bleiben. Patienteninformation ist anerkanntermassen eigentlich die Grundlage dafür, dass Gesundheitsbemühungen der Ärzte auch greifen. In der englischen Fachliteratur ist unter "Health literacy" = soviel wie Gesundheitskompetenz bzw. Gesundheits-Verständnis des Patienten schon lange bekannt, dass ein Grossteil der Behandlungen schon allein dadurch zum Scheitern verurteilt ist, dass die Patienten die Behandlung nicht verstehen und dadurch auch nicht regelmässig anwenden (z.B. Medikamente einnehmen). Insofern ist unverständlich, warum die Krankenkassen nicht noch viel viel mehr in solche Projekte investieren.

Zwar kann man durchaus anerkennen, dass einige Facharztgruppen (z.B. die Psychiater oder Frauenärzte, die Kinderärzte) mit recht interessanten Fachseiten im Internet vertreten sind. Doch bisher müssen selbst "Internet-Experten" mehr oder weniger stückbruchhaft nach guten Seiten suchen (an die man sich dann auch nicht unbedingt immer erinnert und die dann wieder in Vergessenheit geraten).