Ahad, 19 Ogos 2007

Explosion / Knall im Kopf

Beim Surfen bin ich auf das "exploding head syndrome" gestossen. Nie gehört bisher. Damit ist die subjektive Wahrnehmung eines lauten Knalls bzw. eines Explosionsgefühl im Kopf bzw. Hörsystems gemeint. Die Betroffenen wachen dabei aufgrund eines lauten Geräusches auf und sind - verständlicherweise - stark verunsichert.

Dabei ist die Symptomatik selber harmlos und tritt besonders beim Übergang zwischen Wach- und Schlafphase auf. Ähnlich wie bei chronischen Ohrgeräuschen ist es eine Fehlwahrnehmung, die keine organische Grundlage hat. Nach den Informationen soll das "Explosionssyndrom" besonders bei Erwachsenen über 50 Jahren auftreten.

Exploding head syndrome - MayoClinic.com

Sabtu, 18 Ogos 2007

Chronische Rückschmerzen

Auf den Webseiten von Neuro24.de des Facharztes Karl C. Mayer findet man eine Fülle von interessanten Informationen zu Neurologie und Psychiatrie. Aktuell bin ich auf eine Zusammenstellung zum Thema chronische Rückenschmerzen gestossen, die ich zum Lesen empfehlen möchte.

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen, die zu einer vorzeitigen Erwerbsunfähigkeit bei Beschäftigten führen. Dabei werden aber leider immer noch die psychologischen Anteile dieser Problematik nicht ausreichend berücksichtigt bzw. allein somato-medizinische Behandlungsvorstellungen ohne wirkliche Aussicht auf nachhaltige Verbesserung angeboten. Sicherlich gibt es häufig eine organische Komponente oder einen Auslöser. Typisch ist es jedoch, dass der objektivierbare körperliche Untersuchungsbefund bzw. wiederholte Diagnostik mit Röntgen oder anderen Untersuchungsverfahren in keinem Verhältnis zur subjektiven und langfristigen Beeinträchtigung durch die Rückenschmerzen stehen.

Wie bei allen Schmerzstörungen ist die Unterscheidung von akuten und chronischen Rückenschmerzen wichtigt. Auf den Seiten findet sich ein Selbsttest zum Thema Schmerzen, der Risikofaktoren für eine Chronifizierung ermitteln bzw. falsches Schonverhalten und Vermeidungsverhalten bei Schmerzen anspricht.

Für die Therapie wäre es wichtig, AKTIVE Bewältigungsstrategien im Umgang mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu entwicklen.


Wann droht ein akuter unkomplizierter R�ckenschmerz zu chronifizieren Es gibt in Untersuchungen eine gro�e �bereinstimmungm da

Jumaat, 17 Ogos 2007

ADHS bei Erwachsenen

Bei der Diagnostik und Behandlung der sogenannten Einfachen Aufmerksamkeitsstörung (= ADHS / ADS) stehen Ärzte und Patienten bei Jugendlichen und Erwachsenen vor einem Dilemma. Sagen doch die derzeitigen Diagnosekriterien, dass die Symptomatik vor dem 7. Lebensjahr nachweisbar sein müsste. Nun können sich (krankheitsbedingt?) viele potentielle ADHSler gerade nicht an ihre Kindheit erinnern oder es fehlen gerade bei Mädchen mit dem unaufmerksamen Subtyp von ADHS entsprechende "harte" Auffälligkeiten. Je sozial besser integriert ein Klient ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es Berichte aus der Kindheit gibt.

Nun gibt es aber durchaus recht viele Betroffene, die dann als Jugendliche bzw. Erwachsene auf das Thema aufmerksam werden und nur aus rein formalen Gründen keine medikamentöse Behandlung erhalten (dürfen). Wohl zu Unrecht. Immer mehr Studien kommen zu dem Ergebnis, dass auch Erwachsene mit einem sog. "late-onset", d.h. späten "Erkrankungsbeginn" von einer Behandlung profitieren. So unterschied sich die Wirksamkeit einer Methylphenidatbehandlung bei einer Gruppe mit früher Diagnosestellung gegenüber "älteren" nicht. Die Klienten mit einem "late-onset" ADHD hatten sogar eine etwas bessere Wirkung bei Gabe von Metyhlphenidat (Minimumdosis 0.3 mg/ kg KG, durchschnittliche Gabe 0.5 mg Kilogramm Körpergewicht).

Sicher muss man vorsichtig sein, die Diagnosekriterien nicht leichtfertig zu verwässern. Dennoch belegen eben diese Untersuchungen, dass die Psychostimulantientherapie eben auch dieser Patientengruppe sehr helfen kann.


Is age-at-onset criterion relevant for the respons...[J Clin Psychiatry. 2007] - PubMed Result

Khamis, 16 Ogos 2007

Modafinil bei der Bipolaren Störung

Die sog. manisch-depresive Form der Depressionen ist durch einen häufig chronischen Verlauf mit einem Wechsel zwischen schweren depressiven und sog. manischen Phasen gekennzeichnet. In einer neuen Studie wurde jetzt ein gänzlich neuer Therapieansatz für die Behandlung ausprobiert. Dabei gaben die Ärzte 100-200 mg Modafinil. Dieses Medikament wird üblicherweise bei der Narkolepsie, aber probatorisch auch bei ADHS im Erwachsenenalter eingesetzt. Gerade vor dem Hintergrund neuerer neurobiologische Erkenntnisse zu einer Dysfunktion im präfrontalen Cortex (ähnlich wie bei ADHS) erscheint ein Einsatz durchaus erfolgversprechend. Die Studie, an der auch die Unis in Freiburg und München beteiligt waren, ergab entsprechend positive Ergebnisse.

44 Prozent der Probanden erzielten ein besseres positives Ansprechen als die Placebo-Kontrollgruppe. 54 Prozent fühlten sich besser und 39 Prozent gaben an, dass ihre Symptome sich vollständig zurückgebildet hätten.

Nun ist die Bipolare Störung eine chronisch wiederkehrende Problematik. Dennoch ist es ein sehr interessantes Ergebnis.

Aus sehr persönlicher subjektiver Einschätzung würde ich allerdings hinterfragen, ob tatsächlich immer sauber eine manisch-depressive Störung vorlag bzw. von ADHS abgegrenzt werden konnte.



ScienceDaily: 'Wake-Up Pill' Under Study To Treat Patients With Bipolar Disorder

Depressionen : negative Gefühle werden nicht unterdrückt

Eine aktuelle neurobiologische Untersuchung mit den Methoden der funktionellen Bildgebung untersucht am lebenden Objekt die Rolle von Gefühlen bei der Depression.

Jeder Mensch erlebt in seinem Leben mehrfach traurige Ereignisse bzw. ist belastenden Ereignissen ausgesetzt. Hierfür hat das Gehirn Verarbeitungsmechanismen, die über neuronale Netze unter Beteiligung des sog. limbischen Systems (Mandelkern und Hippokampus) bzw. den Bereichen des bewussten Urteilens und Planens im sog. präfrontalen Cortex lokalisiert werden.

In einer Studie wurden nun 21 Erwachsene mit einer sog. Major Depression untersucht. Die Probanden sollten eine Reihe von Bildern anschauen, die positive oder negative Emotionen auslösen können. Dabei wurden sie in einer sogenannten funktionellen Kernspintomographie untersucht.

Die Daten der Untersuchung zeigen, dass bestimmte Bereiche im prefrontalen Cortex (ventromedialer prefrontaler Cortex und recht prefrontalen Cortex), die normaler Weise gefühlsassoziierte Informationen an den Mandelkern liefern eine Abweichende Aktivität aufwiesen.




Society for Neuroscience | News Releases

Selasa, 7 Ogos 2007

Test für Nikotinabhängigkeit

Nun, mit der Einführung von Rauchverboten in öffentlichen Gebäuden und Kneipen benötigen Sie vermutlich diesen Online-Test schon nicht mehr. Aber ein Risiko-Score für Nikotinabhängigkeit ist schon ganz interessant...


Fagerstroem-Test des DDFI

Isnin, 30 Julai 2007

Appetit-Stopp-System

In der Welt lass ich einen interessanten Beitrag über ein Appetit-Stopp-System mit den Botenstoffen Ghrelin, GLP-! und PYY sowie Leptin. Hinter dieses mehr oder weniger kryptischen Namen verstecken sich Substanzen, die dem Gehirn vermitteln, wann der Mensch satt oder hungrig ist.

So haben italienische Forscher offenbar bei Anorexie-Patientinnen extrem hohe Ghrelinspiegel im Blut gefunden (dies ist allerdings keinesfalls ein Routinebluttest). Dieser Botenstoff signalisiert normal einen Mangelzustand bzw. Hunger, die betroffenen Patientinnen mit Magersucht ignorieren aber dieses Signal.

Bei vollem Magen wird ein Stopp-System aktiviert, das man als Bremsen des Appetits ansehen kkönnte. Durch HOrmone (GLP-! und PYY) werden die Magen-Darm-Aktivitäten verlangsamt und damit der Appetit reduziert, weil wir nichts mehr an Essen runter bekommen.

Man kann nun die Hypothese aufstellen, dass bestimmte Formen von Essstörungen damit mehr oder weniger direkt zusammenhängen. Ob nun die Signalgebung oder die Wahrnehmung und das Befolgen dieser Körpersignale das Problem ist, wird sich vielleicht noch zeigen.
WELT ONLINE - Die masslose Gier nach Essen - Nachrichten Wissenschaft