Viele Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, d.h. über mindestens 4-6 Monate anhaltende quälende Schmerzen im Bereich der Rückenmuskulatur, erhalten zunehmend opiathaltige Schmerzmittel. Eine neue Untersuchung der Yale School of Medicine bezweifelt jedoch, dass man damit langfristig einen Nutzen erzielt.
Während der Einsatz von Opiaten in der Akutbehandlung von Rückenschmerzen durchaus etabliert ist, sollten doch Ärzte und ihre Patienten bei chronischen Schmerzen andere Behandlungsoptionen prüfen und nicht vorschnell auf Tabletten oder Schmerzpflaster als Langzeittherapie fordern. Abgesehen davon, dass der Behandlungseffekt nicht besonders gut war, traten bei bis zu 24 Prozent der Behandlungsfälle Verhaltensmuster auf, die auf einen Missbrauch oder eine Abhängigkeitsentwicklung hinwiesen.
Die Studie wurde in der Januarausgabe der Annals of Internal Medicine von Martell und Mitautoren publiziert und beinhaltet eine sog. Meta-Analyse bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die nicht auf eine Tumorerkrankung zurückgeführt werden mussten. Eingeschlossen wurden orale (Tabletten), Pflaster oder topische Anwendungen von opiathaltigen Schmerzmitteln bei Patienten, die zuvor keine Abhängigkeits- oder Missbrauchsanamnese von Schmerzmitteln aufwiesen.
Dabei erwiesen sich diese Mittel zwar kurzfristig als sinnvoll, langfristig war aber der Behandlungseffekt schlecht und ein Missbrauchsrisiko gegeben.
Annals of Internal Medicine, Vol. 146, No. 2 (January 16, 2007)
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Sabtu, 24 Februari 2007
Selasa, 16 Januari 2007
Schreibkrampf : Kann eine Spritze helfen?
Etwa 7 von 100000 Menschen leiden unter einem Schreibkrampf. Als Schreibkrampf wird die plötzlich einsetzende und nicht dem eigenen Willen unterworfene schmerzhafte Verkrampfung von Fingern bzw. der ganzen Hand (bis zum ganzen Arm) bezeichnet, die dann das Schreiben oder andere willkürliche Handbewegungen verhindern. Meistens müssen die betroffenen Patienten dann lernen, mit der anderen Hand zu schreiben. Leider sind aber bei jedem 4. Patienten mit Schreibkrampf beide Hände betroffen.
Traditionell hat man den Schreibkrampf nicht besonders gut und spezifisch behandeln können. Psychotherapeutische Behandlungstechniken versuchen, ein erhöhtes Anspannungsniveau und Anspannung durch Angst und Belastungen in der Folge des Schreibkrampfes zu reduzieren. Hierzu gehören Entspannungstherapie, Biofeedback, Hypnose oder auch Akupunktur.
Eine neue Studie untersuchte jetzt die Wirkung einer Spritze mit "Botox" (Botulinus toxin) in einer Anwendungsstudie über 12 Wochen. Von den 20 Probanden gaben 14 (immerhin 70 Prozent) an, dass die Injektion von Botox in die betroffenen Muskelgruppen eine deutliche Besserung erbrachte und sie daher die Behandlung fortsetzen wollten. Sowohl hinsichtlich der Funktionsbeeinträchtigungen beim Schreiben wie auch den empfundenen Schmerzen gaben sie auf den untersuchten Skalen eine Besserung an. In der Vergleichsgruppe ohne Wirkstoff gab nur eine Person eine subjektive Besserung an. Auch in der Verlaufsuntersuchung nach einem Jahr erhielt noch die Hälfte der Botox-Gruppe die regelmässige Botulinus-toxin-Injektion mit Erfolg. Abgesehen von einer vorrübergehenden Muskelschwäche und erträglichen Schmerzen an der Injektionsstelle vertrugen die Patienten die Behandlung gut.
Traditionell hat man den Schreibkrampf nicht besonders gut und spezifisch behandeln können. Psychotherapeutische Behandlungstechniken versuchen, ein erhöhtes Anspannungsniveau und Anspannung durch Angst und Belastungen in der Folge des Schreibkrampfes zu reduzieren. Hierzu gehören Entspannungstherapie, Biofeedback, Hypnose oder auch Akupunktur.
Eine neue Studie untersuchte jetzt die Wirkung einer Spritze mit "Botox" (Botulinus toxin) in einer Anwendungsstudie über 12 Wochen. Von den 20 Probanden gaben 14 (immerhin 70 Prozent) an, dass die Injektion von Botox in die betroffenen Muskelgruppen eine deutliche Besserung erbrachte und sie daher die Behandlung fortsetzen wollten. Sowohl hinsichtlich der Funktionsbeeinträchtigungen beim Schreiben wie auch den empfundenen Schmerzen gaben sie auf den untersuchten Skalen eine Besserung an. In der Vergleichsgruppe ohne Wirkstoff gab nur eine Person eine subjektive Besserung an. Auch in der Verlaufsuntersuchung nach einem Jahr erhielt noch die Hälfte der Botox-Gruppe die regelmässige Botulinus-toxin-Injektion mit Erfolg. Abgesehen von einer vorrübergehenden Muskelschwäche und erträglichen Schmerzen an der Injektionsstelle vertrugen die Patienten die Behandlung gut.
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