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Isnin, 5 Januari 2009

Kopfschmerz Schnelltest nach Goebel

Beim Aufräumen meines Schreibtisches bin ich auf einen Kopfschmerz-Schnelltest des Kopfschmerz-Experten Prof. Goebel gestossen, der eine Unterscheidung der häufigsten Kopfschmerztypen ermöglicht. Selbst für den Arzt ist es angesichts der komplexen Untergliederung der sog. Klassifikation der International Headache Society mit 14 Diagnosegruppen des Kopfschmerzes nicht so ganz leicht, den Überblick zu behalten.

In dem Fragebogen, der auch als Online-Version erhältlich ist, werden folgende Kopfschmerz-Typen in 3 kurzen Fragen jeweils abgehandelt :

1. Migräne häufig gekennzeichnet durch einseitigen, pochenden Schmerz mit Übelkeit und Verstärkung der Beschwerden durch körperliche Aktivitäten oder frische Luft

2. Spannungskopfschmerz , häufig vom Nacken in die Stirn-/Augenregion ausstrahlen.d Frische Luft oder Aktivitäten können die Symptomatik unbeeinflusst lassen oder sogar verbessern.

3. Medikamenten-induzierter Kopfschmerz ist wenig bekannt, aber sehr häufig. Dieser Kopfschmerztyp tritt bei den Patienten auf, die an mehr als 10 Tagen im Monat Kopfschmerztabletten einnehmen und damit in eine Abhängigkeit von Kopfschmerzmitteln geraten, die wiederum Kopfschmerzen auslösen....

4. Clusterkopfschmerz
Dieser Kopfschmerztyp ist durch einseitige Kopfschmerzen im Augen-/Schläfenbereich von eher kurzer Dauer (Minuten bis wenige Stunden) gekennzeichnet. Häufig treten zusätzlich Augentränen oder Nasenlaufen und körperliche Unruhe auf. Dieser Kopfschmerztyp tritt in Attacken auf.

Unter der Domain Schmerzklinik findet man weitere Fragebögen und Tools zur Diagnostik wie den Kieler Kopfschmerzfragebogen.

Sabtu, 1 September 2007

Neuer Therapieansatz bei Migräne?

Wenn sich bewahrheitet, was eine neue Studie zur Migräne herausgefunden hat, könnte sich das bisher bei der Alzheimer-Erkrankung eingesetzte Medikament mit dem Wirkstoff Memantine als hilfreich bei der Migräne erweisen.

Schon länger ist bekannt, dass Frauen häufiger Kopfschmerz vom Migräne-Typus mit Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Erbrechen aufweisen. Dabei sind etwa dreimal mehr Frauen als Männer von diesem Kopfschmerztyp betroffen. In einer Untersuchung wurden jetzt mögliche Auslöser (Trigger) identifiziert, die daran beteiligt sind. Forscher haben nun im Tiermodell eine Phänomen beschrieben, das sie CSD = Cortical spreading depression benennen. Damit sind letztlich sich ausbreitende Hirnerregungen in den neuronalen Netzwerken gemeint, die auf die Erregbarkeit des Gehirn s einen Einlfuss haben. Dabei zeigte sich, dass Memantine diese Erregungswellen eindämmen konnte.

Dies ist durchaus interessant, da auch Patienten mit einer ADHS-Symptomatik ähnliche Berichte unter Memantine gemacht haben und schildern, dass ihre Instabilität im Wahrnehmungs- und Erregungssystem besser werden. Leider ist das Medikament (bei uns als Axura oder Ebixa) eben für diese Indikationen nicht zugelassen und recht teuer.

Neuer Therapieansatz bei der Migräne?

Khamis, 5 April 2007

Migräne : Hilft doppelt besser?

Migräne : Eine medikamentöse Kombinationstherapie hilftreich ?


Kopfschmerzen vom Migräne-Typ sind durch attackenförmige ein- oder beidseitige Kopfschmerzen (häufig pulsierend) mit begelitenden Beschwerden wie Erbrechen oder Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit und manchmal auch mit begleitenden neurologischen Beschwerden charakteristiert. In den vergangenen Jahren konnten in der Behandlung u.a. durch eine relativ neue Medikamentengruppe (Triptane) eine deutliche Besserung für die Betroffenen erzeilt werden. Dennoch bleiben die Erfolge immer noch unbefriedigend, da die Migräne offenbar eine komplexe Störung ist, die ein mehrgleisiges Therapiekonzept erfordert.

Im amerikanischen Fachjournal JAMA wurde im April 2007 jetzt eine Kombinationsbehandlung von Sumatripran (aus der Gruppe der Triptane) und ein nicht-steroidales Antiphlogistikum (Naproxen) gegen Placebo getestet.

In 2 Studien wurden dabei über 1400 Probanden in 118 Kliniken in den USA mit mittelschweren Migräneattacken eingeschlossen. Sie erhielten entweder eine Tablette Sumatriptan (85 mg), Naproxen (500 mg) oder eine Kombination dieser 2 Tabletten bzw. Placebo (kein Wirkstoff).

Die Kombination von Sumatriptan und Naproxen erwies sich besonders in Hinblick auf die Begleitsymptome wie Erbrechen und Übelkeit bzw. anhaltende Beschwerdefreiheit in den nächsten 24 Stunden. In Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen unterschieden sich die Versuchsgruppen mit dem Verumpräparat nicht signifikant.


JAMA. 2007;297:1443-1454.