Khamis, 31 Januari 2008

Häufige Unfälle von Erwachsene sollten an ADHS denken lassen

Erneut bestätigt eine wissenschaftliche Studie, dass häufige schwere Unfälle (z.B. schwere Verkehrsunfälle) häufiger mit einer neurobiologischen Veranlagung für das Hyperkinetische Syndrom einhergeht. Unfälle und das Risiko für ADHS im Erwachsenenalter. Da gerade schwere Unfälle (einschliesslich mehr Todesfälle) mit diesem Syndrom vergesellschaftet sind, empfehlen die Autoren bei Patienten mit wiederholten Unfällen ein Screening für ADHS zu machen. Eine interessante Vorstellung wäre also, wenn in der chirurgischen Ambulanz neben der Frage nach der letzten Tetanus-Impfung bei "Stammgästen" auch ein ADHS-Screening empfohlen würde...

Rabu, 30 Januari 2008

Animationen zur Gesundheit Der Mensch in 3-D

Vom ZDF gibt es eine nett gemachte Animation zur Antatomie des Menschen. Hier kann man in interaktiver Form Gesundheitsinformationen anschaulich dargestellt kennenlernen und sich in der Unterabteilung zum Gehirn u.a. auch über Depressionen, Migräne oder Parkinson informieren.

Interaktiv Der Mensch in 3-D

Von Übergewicht und Fettleibigkeit

Für einen Tag haben also die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie dem geneigten Bundesbürger deutlich gemacht, dass 2/3 der Männer und 50.Prozent der Frauen übergewichtig sind. Jeder 5. leidet unter Fettleibigkeit, was die Mediziner etwas freundlicher als Adipositas bezeichnen.
Erschreckend ist dabei, dass junge Mädchen immer noch zunehmend untergewichtig werden und die Magersucht droht. Was ja scheinbar paradox erscheint. Dabei wissen wir, dass Diäten häufig der Einstieg in das Übergewicht sind. Schon allein, weil die natürliche Kontrolle von Sättigung und Hunger immer weiter verlernt wird. Wir orientieren uns eben nicht mehr an den körpereigenen Signalen, sondern an äußeren Wertevorstellungen oder Verhaltensnormen. Mit desolaten Folgen. Möge Beratung zum Essverhalten" auch wirklich angenommen werden und nicht als Eintagesnachricht verpuffen.

Ahad, 27 Januari 2008

Von Spätmenschen und Langschläfern

In einer Pressemitteilung über Schlafprobleme in der Winterzeit von Spätaufstehern = Spätmenschen oder Langschläfern in der Frankfurter Neue Presse Online habe ich gelesen, dass es sogar einen eigenen Verein für die Menschen mit einem verlagerten Schlafrhythmus gibt. Bei uns in Klinik haben ADHS-Patienten sehr häufig diese Problematik. Dabei scheinen sie weit schwieriger einen geregelten Rhythmus entwickeln zu können bzw. weit empfindlicher auf Veränderungen der Lichtverhältnisse beim Wechsel der Jahreszeiten zu reagieren. Bisher wird aber diese Form der Schlafstörung noch wenig beachtet. Wir haben dabei ganz gute Erfahrungen mit Melatonin bei Schlafproblemen gemacht, aber auch eine Lichttherapie kann hilfreich sein.

Ahad, 20 Januari 2008

Gewalt gegen Kinder

Trotz aller öffentlicher Empörung in den Medien beim Einzelfall im Fernsehen ist Gewalt gegen Kinder noch immer ein vernachlässigtes Tabu. Es fängt schon damit an, dass es auch für Fachleute nicht einfach ist, die psychischen und körperlichen Zeichen von Missbrauch und Vernachlässigung richtig zu erkennen und einzuordnen.

Die Webseite hilft dabei mit objektiven Hinweisen zur Diagnostik und Ansprechpartnern, ohne gleich in eine Massenhysterien zu verfallen, die nun bei jeder Verhaltensauffälligkeit eines 3 jährigen sofort sexuellen Missbrauch vermutet.

HIer erscheint mir sachliches Hinkucken und Engagieren angesagter als öffentliche Entrüstung im Fernsehen.

Traumatisierungen von Flüchtlingen / Migranten

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) stellt gerade für Flüchtlinge / Migranten eine besondere Problematik dar. Häufig steht dabei der Aufenthaltsstatus mit auf dem Spiel, Sprachprobleme und finanzielle Schwierigkeiten eine Therapie zu bekommen kommen hinzu. Das Traumanetzwerk des Malteser-Hilfsdienst sammelt Adressen von Therapeuten und Kliniken für diese spezielle Gruppe von Patienten.

http://www.traumanetzwerk.de

Rabu, 16 Januari 2008

Gesundheit - Deutsch / Deutsch - Gesundheit

In einem kleinen Büchlein, das ich vor einiger Zeit geschenkt bekam, bin ich über den Aberwitz der Medizin-Fachsprache bzw. von medizinischen Laienausdrücken gestolpert.

Schotts Sammelsurium klärte mich also auf, dass mein "Magenknurren" vor dem Mittagessen auf "medizinisch" Borborygmus" heissen muss. Gut, den Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri lateralis) kenne ich natürlich schon. Auch Fusspilz (Tinea pedis) ist ein häufiges und lästiges Problem meiner Patienten (wobei mir die Verschlüsselung nach ICD 10 schon mehr Kopfzerbrechen macht). Aber es geht auch andersrum : Was zum Beispiel soll ein "Dienstmädchenknie" sein ? Ach ja, da hilft dann der Fachbegriff : Bursitis praepatellaris, also eine Schleimhautentzündung hinter der Kniescheibe. Recht häufig bei Frauen, die viel im Knien arbeiten müssen.

Ich fürchte, dass da doch sehr leicht Verständigungsprobleme zwischen Arzt und Patient entstehen müssen, wenn schon der Arzt kaum dieses Fachchinesisch entziffern kann....