Studie der Charite
Manchmal reibe ich mir die Augen, wenn ich die Medizin-Nachrichten lese. Aderlass wird von einem Team von Ärzten der Berliner Charité als neue alte Methode bei Patienten mit Bluthochdruck untersucht. Vier mal 300 ml Blut werden den Patienten abgezapft, u.a. um einen möglicherweise erhöhten Eisenspiegel zu senken.
Das erinnert mich an meine Anfänge als Arzt im Praktikum im Kreiskrankenhaus Aurich in der Inneren Medizin. Da gehörte Aderlass auch zu den Behandlungen, die wir zur Schlaganfallbehandlung und eben bei erhöhtem Blutdruck regelmässig einsetzten. Heute bin ich mir nicht ganz so sicher, ob wir das aus medizinischen oder eher gärternischen Gründen gemacht haben. Angeblich soll der Stationspfleger mit dem gezapften Blut seine Rosen gedüngt haben.... Wahrscheinlich nur ein urbanes Märchen.
Was ich aber gar nicht so schlecht finde : Alte Therapieverfahren werden neu untersucht. Wer weiss, vielleicht ist einmal Aderlaß wie zu Zeiten der Quacksalber im Mittelalter genauso wirksam wie die heutigen Sartane, ACE-Hemmer oder Betablocker ?
Ich glaube es zwar nicht, bin aber auf die Ergebnisse gespannt.
Ahad, 23 September 2012
Sabtu, 22 September 2012
Rauchen : Wie schlimm ist Gelegenheit-Rauchen ?
In der Onlineausgabe der Sueddeutschen fand ich diesen Artikel zum Thema Gelegenheitsraucher. Wie schädlich ist es, wenn man aus "Genuss" mal zum Glimmstengel greift ? Und wann beginnt die Nikotinsucht zum gesundheitlichen Problem zu werden ?
Wenn es unter der magischen Grenze von 10 Zigaretten pro Tag bleibt und sich nicht gerade weitere Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen wie ein zurückliegender Herzinfarkt, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen in der Anamnese finden bzw. in der Familie keine entsprechenden Risiken bekannt sind, so wird der Hausarzt gnädig drüber hinweg sehen.
Hier gelten dann die allgemeine Ratschläge, möglichst nur in Gesellschaft zu rauchen, auf die Kippe abends vor dem Schlafen zu verzichten und überhaupt Rauchen nicht mit bestimmten (schlechten) Gewohnheiten zu verknüpfen, damit Rauchen eben nicht zur Abhängigkeit wird.
Besonders gefährdet sind aber die "Frühraucher". Damit meine ich jetzt nicht die armen Geschöpfe, die schon gegen ihren Raucherhusten vor dem Aufstehen zur Zigarette greifen, sondern eben die zunehmende Zahl von Jugendlichen, die in frühem Alter nikotinabhängig werden. Hier gilt auch die simple Erkenntnis, dass ein früher Beginn des Rauchens dazu führt, dass man schneller und früher abhängig wird und naturgemäss 3 bis 5 mal häufiger an entsprechender Folgeerkrankungen leidet. Nicht umsonst investiert die Zigarettenindustrie viel Geld um direkt oder indirekt an Kinder und Jugendliche zu kommen, die sie in ihre Fänge zieht. Und leider tut der Staat wenig dagegen, dies zu verhindern. Immerhin ist die Tabaksteuer eine scheinbar gute Einnahmequelle. Und die Folgen für die Gesundheit trägt dann das Krankenkassensystem oder eben der Einzelne.
Fazit : Wer früher raucht ist früher tot. Aber wenn es schon sein muss zur Kippe zu greifen, dann möglichst begrenzt und mit Genuss.
Wenn es unter der magischen Grenze von 10 Zigaretten pro Tag bleibt und sich nicht gerade weitere Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen wie ein zurückliegender Herzinfarkt, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen in der Anamnese finden bzw. in der Familie keine entsprechenden Risiken bekannt sind, so wird der Hausarzt gnädig drüber hinweg sehen.
Hier gelten dann die allgemeine Ratschläge, möglichst nur in Gesellschaft zu rauchen, auf die Kippe abends vor dem Schlafen zu verzichten und überhaupt Rauchen nicht mit bestimmten (schlechten) Gewohnheiten zu verknüpfen, damit Rauchen eben nicht zur Abhängigkeit wird.
Besonders gefährdet sind aber die "Frühraucher". Damit meine ich jetzt nicht die armen Geschöpfe, die schon gegen ihren Raucherhusten vor dem Aufstehen zur Zigarette greifen, sondern eben die zunehmende Zahl von Jugendlichen, die in frühem Alter nikotinabhängig werden. Hier gilt auch die simple Erkenntnis, dass ein früher Beginn des Rauchens dazu führt, dass man schneller und früher abhängig wird und naturgemäss 3 bis 5 mal häufiger an entsprechender Folgeerkrankungen leidet. Nicht umsonst investiert die Zigarettenindustrie viel Geld um direkt oder indirekt an Kinder und Jugendliche zu kommen, die sie in ihre Fänge zieht. Und leider tut der Staat wenig dagegen, dies zu verhindern. Immerhin ist die Tabaksteuer eine scheinbar gute Einnahmequelle. Und die Folgen für die Gesundheit trägt dann das Krankenkassensystem oder eben der Einzelne.
Fazit : Wer früher raucht ist früher tot. Aber wenn es schon sein muss zur Kippe zu greifen, dann möglichst begrenzt und mit Genuss.
Jumaat, 21 September 2012
Tabuthema: Das Geheimnis um die Psyche der Fussball-Stars
Was war das für eine mediale Aufregung in der Fußball-Bundesliga : Psychische Belastungen, Depressionen oder Burn out müssten mehr Beachtung finden. Wenn sich die Profis oder gar ihre Trainer als psychische belastet "outen" müsse wirksame Hilfe parat sein. Stimmungsschwankungen, Erschöpfung oder Angststörungen dürften kein Tabu sein. Nicht zu reden bzw. schreiben vom Thema "Homosexualität", das ja nun aber keine psychische Störung darstellt...
Alles vergessen bzw. nur Überschriften für die Bild-Zeitung oder eine Talksendung bzw. Imagepflege für die Sponsoren. Nur 2 der Bundesligavereine haben überhaupt einen Psychologen im Team. Der dann aber vermutlich eher für die "mentale Vorbereitung" auf das nächste Spiel beschäftigt sein dürfte.
Jeden Computer in der Geschäftsstelle würde man eine Systempflege oder auch mal ein Update im Betriebssystem gönnen, die Festplatte müsste auch mal wieder defragmentiert werden. Das System muss eben funktionsfähig bleiben.
Fußballprofis müssen von selber funktionieren und Leistung bringen. Eine "Systempflege" ist immer noch nur auf der rein somatischen = körperlichen Ebene über Ernährung, Physiotherapie und ggf. Massage vorgesehen.
Dabei gibt es durchaus neuere Methoden, die frühzeitiger die besonderen Belastungen von Hochleistern berücksichtigen. Fußballprofis werden nicht nur Konkurrenzdruck in der eigenen Mannschaft haben. Auch die zeitlichen Belastungen oder auch Schlafstörungen können dazu beitragen, dass sich psychische Erschöpfungssyndrome häufen. Und nicht zuletzt sind auch die tollsten Torjäger oder Weltklasse-Torhüter nicht vor einer genetischen Veranlagung geschützt, die nun einmal bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, ADHS oder Angststörungen nachgewiesen ist.
Alles vergessen bzw. nur Überschriften für die Bild-Zeitung oder eine Talksendung bzw. Imagepflege für die Sponsoren. Nur 2 der Bundesligavereine haben überhaupt einen Psychologen im Team. Der dann aber vermutlich eher für die "mentale Vorbereitung" auf das nächste Spiel beschäftigt sein dürfte.
Jeden Computer in der Geschäftsstelle würde man eine Systempflege oder auch mal ein Update im Betriebssystem gönnen, die Festplatte müsste auch mal wieder defragmentiert werden. Das System muss eben funktionsfähig bleiben.
Fußballprofis müssen von selber funktionieren und Leistung bringen. Eine "Systempflege" ist immer noch nur auf der rein somatischen = körperlichen Ebene über Ernährung, Physiotherapie und ggf. Massage vorgesehen.
Dabei gibt es durchaus neuere Methoden, die frühzeitiger die besonderen Belastungen von Hochleistern berücksichtigen. Fußballprofis werden nicht nur Konkurrenzdruck in der eigenen Mannschaft haben. Auch die zeitlichen Belastungen oder auch Schlafstörungen können dazu beitragen, dass sich psychische Erschöpfungssyndrome häufen. Und nicht zuletzt sind auch die tollsten Torjäger oder Weltklasse-Torhüter nicht vor einer genetischen Veranlagung geschützt, die nun einmal bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, ADHS oder Angststörungen nachgewiesen ist.
Brennender Mund und Zunge : Häufig in der Menopause
Missempfindungen im Bereich der Schleimhäute des Mundes (engl : Burning mouth syndrom BMS) und der Zunge (sog. Glossodynie) sind besonders für Frauen in der Menopause eine quälende Pein. Nicht selten werden immer und immer wieder vergeblich verschiedene Ärzte aufgesucht, die dann aber dennoch keine Abhilfe finden können.
Das Brennen im Mund soll demnach zwischen 18 und 33 % aller postmenopausalen Frauen betreffen. Eine aktuelle Untersuchung von Misra et al beschreibt bei jeder 5. Frau in der Menopause entsprechende hartnäckige Beschwerden mit Schmerzen, Missempfindungen wie Brennen oder Schwellungsgefühl. Wobei die Ärzte eben meistens keine "somatische" Erklärung liefern.
Sicherlich spielen hormonelle Veränderungen eine Rolle, die dann auch auf die Zusammensetzung des Speichels bzw. auch der Mundschleimhaut und Schmerzempfindlichkeit einen Einfluss nehmen können. Neben Schilddrüsenstörungen schliessen Ärzte dann vor allem Vitaminprobleme aus und machen eine gründliche Medikamentenanamnese, da einige Medikamente eben Mundbrennen als Nebenwirkungen haben könnten.
Letztlich findet man aber häufig keine Erklärung. Dann gilt es mit Methoden der Schmerztherapie sowohl psychotherapeutische wie auch medikamentös eine Linderung zu erzielen.
Etwa 30 Prozent der Betroffenen mit Brennendem Mund haben eine Besserung der Symptome. Wobei es mit oder ohne Behandlung zu diesem Effekt kommt. Wirksam sollen neben der kognitiven Verhaltenstherapie am ehesten Ansätze zur Behandlung neuropathischer Beschwerden sein. Also Antidepressiva und Schmerzmodulatoren.
Das Brennen im Mund soll demnach zwischen 18 und 33 % aller postmenopausalen Frauen betreffen. Eine aktuelle Untersuchung von Misra et al beschreibt bei jeder 5. Frau in der Menopause entsprechende hartnäckige Beschwerden mit Schmerzen, Missempfindungen wie Brennen oder Schwellungsgefühl. Wobei die Ärzte eben meistens keine "somatische" Erklärung liefern.
Sicherlich spielen hormonelle Veränderungen eine Rolle, die dann auch auf die Zusammensetzung des Speichels bzw. auch der Mundschleimhaut und Schmerzempfindlichkeit einen Einfluss nehmen können. Neben Schilddrüsenstörungen schliessen Ärzte dann vor allem Vitaminprobleme aus und machen eine gründliche Medikamentenanamnese, da einige Medikamente eben Mundbrennen als Nebenwirkungen haben könnten.
Letztlich findet man aber häufig keine Erklärung. Dann gilt es mit Methoden der Schmerztherapie sowohl psychotherapeutische wie auch medikamentös eine Linderung zu erzielen.
Etwa 30 Prozent der Betroffenen mit Brennendem Mund haben eine Besserung der Symptome. Wobei es mit oder ohne Behandlung zu diesem Effekt kommt. Wirksam sollen neben der kognitiven Verhaltenstherapie am ehesten Ansätze zur Behandlung neuropathischer Beschwerden sein. Also Antidepressiva und Schmerzmodulatoren.
Khamis, 20 September 2012
Abnehmen bei Adipositas und Gelenkbeschwerden
In unserem Adipositasschwerpunkt der Klinik ist es ein häufiges Problem : Patienten mit deutlichem Übergewicht haben häufig Arthrose in den Knien und den Hüften. Neben dem natürlich zunehmendem Alter ist Übergewicht der Hauptrisikofaktor für den Gelenkverschleiss. Und die dadurch bedingten Schmerzen verhindern bzw. behindern die Bewegung. Was zu Inaktivität und damit einerseits zu noch mehr Schmerzen, andererseits aber eben auch ein Problem beim Abnehmen bedeutet. Immer wieder haben wir dabei auch Patientinnen und Patienten mit morbider Adipositas, die eigentlich ein neues Hüftgelenk oder Kniegelenk bräuchten. Die hierfür notwendige Operation wird aber an die Bedingung geknüpft, dass zunächst eine Gewichtsabnahme erfolgt. Neben dem erhöhten gesundheitlichen Risiko bei Operationen bzw. postoperativ durch Thrombosen und Embolie liegt es ganz pragmatisch häufig daran, dass die Kliniken gar nicht auf so "schwere" Patienten eingestellt sind. Das ändert sich glücklicherweise derzeit. Aber eben nur langsam.
Abnehmen bei Adipositas wird eben nur funktionieren, wenn die Ernährung entsprechend umgestellt und ausreichend Bewegung im Alltag gesichert ist. Ein neues Merkblatt gibt eine Ratschläge für diese ja doch sehr häufige Zwickmühle in der Adipositastherapie.Einige Chirurgen oder Orthopäden sagen schlicht : Nehmen sie ab, dann haben sie weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit. Aber das ist leichter gesagt als getan und selbst könnten die Herren (oder Damen) Chirurgen eben das bei sich auch nicht umsetzen
So empfehlen die Autoren, dass ein moderates Bewegungsprogramm beispielsweise mit Wasseranwendungen wie Aquajogging, Nordic-Walking oder ggf. Fahrradergometer bevorzugt wird.
Noch wichtiger ist es aber, Beweglichkeit im Alltag wieder herzustellen. Bei uns wird dies in einem 6-Minuten-Gehtest bei schweren Formen der Adipositas geprüft. Die zurückgelegte Wegstrecke in 6 Minuten ist dabei ein Mass für den Therapieerfolg. Häufiger mal wieder kürzere Wegstrecken gehen können hilft ungemein bei der Abnahme.
Isnin, 17 September 2012
Ist Paracetamol bei Kopfschmerzen unbedenklich ?
Frei verkäufliche Schmerzmedikamente sind in den vergangenen Monaten in die Kritik gekommen. Hintergrund ist u.a. die Erfahrung, dass Kopfschmerztabletten eine der häufigsten Ursachen von Kopfschmerzen sind. Was für den Laien paradox klingt ist eine bittere Wahrheit. Der sog. analgetika-induzierte Kopfschmerz ist neben Spannungskopfschmerzen häufig und gefährlich. So werden eben u.a. Nieren- und speziell für den Wirkstoff Paracetamol (z.B. in Benuron) Leberschädigungen diskutiert.
Zweifelos können bei höherer Menge von Paracetamol diese Gefahren auftreten. Das lernt jeder Medizinstudent und sollte bei den heute praktizierenden Ärzten Allgemeinwissen sein. Eine aktuelle Klarstellung des BfArM, das in Deutschland für die Bewertung der Sicherheit von Arzneimitteln zuständig ist, kommt aber zu dem Ergebnis, dass in therapeutischen Mengen Paracetamol unbedenklich ist und eben keine Gesundheitsgefahren zu erwarten sind. Paracetamol ist also wissenschaftlich erwiesen als Schmerzmittel wirksam und sicher.
Allerdings sollte es eben nur bei ärztlicher Indikation eingenommen werden. Zur Selbstmedikation bei Kopfschmerzen ist es wirklich nur gelegentlich geeignet. Gelegentlich hört da auf, wo man mehrmals im Monat (schlimmstenfalls an mehr als der Hälfte der Tage eines Monats) zu Kopfschmerztabletten greift.
Hier gehört dann ein Schmerztherapeut bzw. ein Arzt mit Fachkenntnis im Bereich Schmerzmedizin konsultiert.
Zweifelos können bei höherer Menge von Paracetamol diese Gefahren auftreten. Das lernt jeder Medizinstudent und sollte bei den heute praktizierenden Ärzten Allgemeinwissen sein. Eine aktuelle Klarstellung des BfArM, das in Deutschland für die Bewertung der Sicherheit von Arzneimitteln zuständig ist, kommt aber zu dem Ergebnis, dass in therapeutischen Mengen Paracetamol unbedenklich ist und eben keine Gesundheitsgefahren zu erwarten sind. Paracetamol ist also wissenschaftlich erwiesen als Schmerzmittel wirksam und sicher.
Allerdings sollte es eben nur bei ärztlicher Indikation eingenommen werden. Zur Selbstmedikation bei Kopfschmerzen ist es wirklich nur gelegentlich geeignet. Gelegentlich hört da auf, wo man mehrmals im Monat (schlimmstenfalls an mehr als der Hälfte der Tage eines Monats) zu Kopfschmerztabletten greift.
Hier gehört dann ein Schmerztherapeut bzw. ein Arzt mit Fachkenntnis im Bereich Schmerzmedizin konsultiert.
Neue Methoden der Brustkrebs-Früherkennung mit MR - Mammographie
Ist eine wirksame Brustkrebs-Vorsorge auch eine Frage des Geldbeutels bzw des Versichertenstatus ?
Während bisher neben der körperlichen Untersuchung (Abtasten der Brust) die Ultraschalluntersuchung der weiblichen Brust und dann eine sog. "konventionelle" Mammographie mit Röntgenstrahlen zur Suche nach auffälligen Veränderungen wie "Mikrokalk" verwendet wurde, kommt mit moderneren Kernspintromographen jetzt eine strahlungsfreie Untersuchungsmethode zum Screening, d.h. Früherkennung von Brustkrebs in hochspezialisierten Einrichtungen zunehmend auf.
Die MR-Mammographie (MRM) erweist sich in den bisher vorliegenden Studien bereits ab einer Tumorgrösse von 3 mm als sichere Aussagequelle und damit weit genauer als die bisher gebräuliche Mammographie. Dies zumindest wird auf einem akutellen MRM-Kongress in Jena jetzt vorgestellt.
Das Problem : Nur wenige Universitätszentren und einige sehr aktuell eingerichtete Radiologie-Praxen haben die hierfür erforderlichen Geräte der neuesten Generation. Und häufig werden mit Hinweis auf den Kosten-Nutzen-Aufwand diese Untersuchungen eben von den Gesetzlichen Kassen nicht übernommen.
Ob nun die MR-Mammographie sich als wirksames Screening-Verfahren wirklich durchsetzt, bleibt abzuwarten. Hier spielt ja nicht nur die Qualität der Geräte, sondern auch die der Untersucher eine Rolle. Nachteile und Vorteile des Verfahrens finde ich hier gut zusammengestellt.
Während bisher neben der körperlichen Untersuchung (Abtasten der Brust) die Ultraschalluntersuchung der weiblichen Brust und dann eine sog. "konventionelle" Mammographie mit Röntgenstrahlen zur Suche nach auffälligen Veränderungen wie "Mikrokalk" verwendet wurde, kommt mit moderneren Kernspintromographen jetzt eine strahlungsfreie Untersuchungsmethode zum Screening, d.h. Früherkennung von Brustkrebs in hochspezialisierten Einrichtungen zunehmend auf.
Die MR-Mammographie (MRM) erweist sich in den bisher vorliegenden Studien bereits ab einer Tumorgrösse von 3 mm als sichere Aussagequelle und damit weit genauer als die bisher gebräuliche Mammographie. Dies zumindest wird auf einem akutellen MRM-Kongress in Jena jetzt vorgestellt.
Das Problem : Nur wenige Universitätszentren und einige sehr aktuell eingerichtete Radiologie-Praxen haben die hierfür erforderlichen Geräte der neuesten Generation. Und häufig werden mit Hinweis auf den Kosten-Nutzen-Aufwand diese Untersuchungen eben von den Gesetzlichen Kassen nicht übernommen.
Ob nun die MR-Mammographie sich als wirksames Screening-Verfahren wirklich durchsetzt, bleibt abzuwarten. Hier spielt ja nicht nur die Qualität der Geräte, sondern auch die der Untersucher eine Rolle. Nachteile und Vorteile des Verfahrens finde ich hier gut zusammengestellt.
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